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nächsten Text: Christen schulden allen Menschen das Evangelium vorherigen Text: Gott schenkt die richtigen Entscheidungen in Sturmzeiten Archiv Datum: Dienstag, 11.09.2001 Bibelstelle: Apostelgeschichte 14,8-10; Jesaja 35,6 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen Apostelgeschichte 14,8 Und es war ein Mann in Lystra, der hatte schwache Füße und konnte nur sitzen; er war gelähmt von Mutterleib an und hatte noch nie gehen können. 14,9 Der hörte Paulus reden. Und als dieser ihn ansah und merkte, daß er glaubte, ihm könne geholfen werden, 14,10 sprach er mit lauter Stimme: Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und ging umher. Jesaja 35,6 Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. Lukas spricht von einer völlig anderen Situation in Lystra, wohin Paulus und Barnabas kamen. Dort waren keine Juden, daher auch keine Synagoge. Lystra war eine griechisch-heidnische Stadt, und vom Heidentum war die Atmosphäre geprägt. Der Bericht des Lukas konzentriert sich auf einen Einzelnen. Wie Paulus auf diesen Mann stieß, bleibt unerwähnt. Offensichtlich hatte sich eine Zuhörerschaft um die Apostel gesammelt, denn die Erfahrungen von Antiochia und Ikonion konnten sie in keiner Weise abhalten, auch in Lystra das Evangelium zu verkündigen. Vermutlich predigten sie auf dem Marktplatz vor dem Tempel des Zeus. Unter den Zuhörern befand sich der Gelähmte, der von Verwandten oder Freunden gebracht worden war. Seine Krankheit wird von Lukas, dem Arzt, auf dreifache Weise geschildert: Er hatte schwache Füße, d.h. er war kraftlos. Er war lahm von Mutterleib an, also schon immer. Er konnte nur sitzen, mehr nicht. Eine Elendsgestalt! Oder sah Lukas mehr? Sah er in diesem Mann einen Elenden, dem das Wort Jesu in besonderer Weise galt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid"? (Matth.11,28). Paulus erkannte das innere Verlangen des Lahmen. War er der Erste, in dessen Herz das Evangelium ein Echo fand? Der Hilflose, Unheilbare, der nie etwas selbständig hatte unternehmen können, erfasste, wer Jesus war. Paulus mutete ihm eine Gehorsamsprobe zu, indem er ihn mit lauter Stimme aufforderte: "Stell dich aufrecht auf deine Füße! Und er sprang auf und konnte gehen." Die Versammelten in Lystra erlebten: Wer Glauben hat, dem kann geholfen werden. Darauf hatte Jesus Marta hingewiesen: "Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?" (Lies Matth.9,29.30; Hebr.11,6; Joh.5,24.) - Durch sein Eingreifen stellte sich Jesus erneut zu Paulus und Barnabas. Wollte er es den Heiden mit dieser Wundertat leichter machen, dem verkündigten Wort zu glauben?
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