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Datum: Samstag, 15.09.2001
Bibelstelle: Apostelgeschichte 14,19.20; Matthäus 5,10-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der Siegesweg des Evangeliums ist zugleich der Leidensweg der Boten



Apostelgeschichte


14,19 Es kamen aber von Antiochia und Ikonion Juden dorthin und überredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, und meinten, er wäre gestorben.


14,20 Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am nächsten Tag zog er mit Barnabas weiter nach Derbe;




Matthäus-Evangelium


5,10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.


5,11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.


5,12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.




Paulus hat früh gelernt, dass der Siegesweg der Botschaft Jesu zugleich der Leidensweg der Boten ist. Als die Steine fielen und Paulus unter ihnen zusammenbrach, stand ihm vielleicht in den letzten bewussten Augenblicken eine andere Steinigung vor Augen, zu der er selbst seine Stimme gegeben hatte. "Sie steinigten Stephanus, welcher betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf... Saulus aber willigte in seine Tötung ein" (Apg.7,58-60). War nun auch für ihn das Ende seines Glaubensweges gekommen? Ob auch er in seinem Herzen Gott um Vergebung für seine Peiniger bat? (Lies Matth.5,44-48.) "Sie meinten, er wäre gestorben." Das aber war ein Irrtum. Paulus lebte, und zwar mit ungebeugtem Mut, mit unerschrockener Bereitschaft, den Weg des Evangeliums weiterzugehen. "Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn verkündigen" (2.Sam.22,17-20; lies Ps.56,2-5.10-14). Wie sicher waren die Hohenpriester Hannas und Kaiphas, als sie die Nachricht vernahmen: Jesus ist tot. Aber sie irrten. Am Ostermorgen mussten sie erfahren: Jesus lebt! Immer wieder versuchte es seither der Feind, die Sache Jesu auszurotten, aber nicht er behält das letzte Wort, sondern Jesus! Er ist und bleibt Sieger! Die Pforten der Hölle werden seine Gemeinde nicht überwältigen. Darum wollen wir auch in unseren Tagen nicht verzagt und mutlos werden. Die Sache Jesu geht nicht unter! Sie geht wohl an vielen Orten, wie es auch bei Jesus, ihrem Herrn der Fall war, durch Tod zum Leben, durch Unterliegen zum Siegen. (Lies Luk.10,19; 1.Kor.15,24.25; Offb.15,1-4.) Zu unserer Ermutigung erinnern wir heute an das alte Glaubenslied:




Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, die Sach, an der wir stehn;


und weil es deine Sache ist, kann sie nicht untergehn...


Send Boten aus in jedes Land, dass bald dein Name werde erkannt,


dein Name voller Herrlichkeit! Auch wir stehn dir zum Dienst bereit,


zum Dienst in Kampf und Streit.


R.Preiswerk, F.Zaremba






 

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