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Datum: Mittwoch, 26.09.2001
Bibelstelle: Philipper 3,12-14
Autor: Wahan Darbinjan (Wahan.Darbinjan@msoe.org)
Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org)
Thema: Wir sollen nicht stolz auf uns selbst sein



Philipper 3


12 Nicht, daß ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.


13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, daß ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,


14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.




In diesen Versen schreibt der Apostel Paulus über die Zeit vor seiner Bekehrung und danach. Vor der Bekehrung hatte Paulus Macht und Kraft in der Welt. Er dachte, dass er in den Himmel kommen würde. Doch als Paulus Jesus kennen lernte, ließ er diese Macht und diese Kraft hinter sich, weil er das wahre Leben bekommen wollte. Auch Mose hatte seine Macht als Pharaonensohn aufgegeben,


zugunsten seines Volkes. Alle Menschen, die heute Christen sind, hatten vor ihrer Bekehrung etwas gehabt, was wichtig für sie gewesen ist, aber für Gott haben alle etwas von dem abgesagt. Das genügt aber auch noch nicht. Haben wir das Niveau von Paulus schon erreicht? Können wir den Vergleich mit Gottes Anspruch aushalten? Was ist mein Leben vor meiner Bekehrung wert, wenn ich zwar große Sünden nicht mehr tue, aber die kleinen Sünden nicht lassen kann? Paulus tröstet uns und sagt, dass wir nie vergessen sollen, was vorbei ist und wir neu beginnen können. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Verwandten, Kinder und alle Menschen, die Hilfe brauchen, aufgeben, weil Gott in Seinem Wort gesagt hat, dass wir uns um unseren Nächsten kümmern sollen. Unsere Angehörigen müssen wir schließlich auch Gott nahe bringen. Allen Menschen, denen wir begegnen, sollen wir Gottes Weg zeigen. Das werden wir nur dann tun können, wenn wir unsere Begrenztheit erkennen. Wir können niemals sagen, dass wir alles geschafft haben. Wir nehmen teil am himmlischen Auftrag und sind Teil einer langen Stafette. Und wir werden nicht gesegnet werden, wenn wir sagen, dass wir uns nicht mehr bemühen müssen. Gott sagt, dass wir allen Völkern predigen sollen. Das bedeutet allen Menschen. Diese Menschen sollen Gott in unserem Leben erkennen: Seine Taten und nicht unsere Taten. Gott will, dass wir nicht stolz auf unsere Reinheit sind. Denn unsere Reinheit ist nicht aus uns selbst, sondern von Gott verliehen.






Wahan Darbinjan ist Missionskandidat der Mission für Süd-Ost-Europa. Er lebt in Armenien.




 

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