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Datum: Freitag, 05.10.2001
Bibelstelle: Hebräer 4,3-11; Johannes 15,5
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Vertrauen heißt: Sich ganz auf Jesus verlassen



Hebräer


3 Denn wir, die wir glauben, gehen ein in die Ruhe, wie er gesprochen hat (Psalm 95,11): «Ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.» Nun waren ja die Werke von Anbeginn der Welt fertig;


4 denn so hat er an einer andern Stelle gesprochen vom siebenten Tag (1. Mose 2,2): «Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen Werken.»


5 Doch an dieser Stelle wiederum: «Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen.»


6 Da es nun bestehen bleibt, daß einige zu dieser Ruhe kommen sollen, und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht dahin gekommen sind wegen des Ungehorsams,


7 bestimmt er abermals einen Tag, ein «Heute», und spricht nach so langer Zeit durch David, wie eben gesagt: «Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.»


8 Denn wenn Josua sie zur Ruhe geführt hätte, würde Gott nicht danach von einem andern Tag geredet haben.


9 Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.


10 Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen.


11 So laßt uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam.




Johannes 15


5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.




Ein erstaunliches Kennzeichen der Menschen, die in Gottes Ruhe eingegangen sind, wird hier genannt: Sie ruhen von ihren Werken, wie Gott am Sabbat geruht hat. Das heißt: Wir sind gerecht vor Gott durch Glauben an das vollbrachte Werk Jesu. Wir müssen unser ewiges Heil nicht selbst erwirken und damit von der Unruhe geplagt sein, ob unsere guten Taten vor Gott ausreichen. Wir dürfen uns dankbar freuen an der vollkommenen Erlösung, die Jesus am Kreuz vollbracht hat, und darin Ruhe finden, wenn unser Gewissen uns verklagen will. (Lies Röm.3,24.28; 5,1.2; 1.Kor.1,18; Hebr.9,14; 10,12-14; 1.Joh.3,20.) Für unseren Alltag bedeutet das Eingehen in seine Ruhe: Jesus vertrauen, dass er durch seinen Heiligen Geist in uns wirkt. Durch ihn leitet und korrigiert er uns, wehrt und ermutigt er uns. Er zeigt uns, was wir tun sollen. In Johannes 15 beschreibt Jesus, was diese Ruhe bedeutet, wenn er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Die Rebe empfängt alles vom Weinstock, getrennt von ihm verdorrt sie. Unsere Aufgabe ist es, mit Jesus verbunden zu bleiben, in seiner Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten. Daraus entsteht Frucht, die er in uns wirkt. „Vertrauen heißt, dass ich mich ganz auf den verlasse, der mir Geborgenheit und Lebenskraft schenkt“ (Hartmut Bärend). Die Verbundenheit mit Jesus macht uns nicht passiv, sondern wir können unsere Arbeit nun in tiefem Frieden tun, weil wir innerlich geborgen und verankert sind bei ihm. (Lies Joh.14,27; 16,33; Röm.15,13.)






 

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