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Datum: Montag, 22.10.2001
Bibelstelle: Epheser 2,11.12
Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut.Hentschel@msoe.org)
Organisation: Geschäftsführender Verein St. Michael (http://www.st-michael.net/)
Thema: Gerettete Juden und gerettete Heiden sind eins in Christus



Epheserbrief


2,11 Deshalb denkt daran, daß ihr, einst aus den Nationen dem Fleisch nach Unbeschnittene genannt von der sogenannten Beschneidung, die im Fleisch mit Händen geschieht,


3,12 zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge hinsichtlich der Bündnisse der Verheißung; und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.




Ja, es ist ein Vorrecht, christliche Eltern haben zu dürfen und es ist schade, wenn viele Kinder christlicher Eltern oftmals nur die negativen Seiten – die jeder Mensch hat – bei ihren Eltern sehen und den Segen, den sie durch sie erfahren haben, gering schätzen.




Doch ein Kind christlicher Eltern ist erst einmal ein Heide. Ein Heide hat keine Möglichkeit, das Bürgerrecht Israels (Vers 12) zu bekommen. Ein Heide ist ausgeschlossen von der Gemeinde, ausgeschlossen von Gott, ausgeschlossen vom ewigen Leben bei IHM. Das hat Gott so in Seinem Wort bestimmt.




Alle Menschen, die ohne Gott leben, haben keine Hoffnung, denn ein Mensch kann nur dann ganz gewiss gerettet werden, wenn er Jesus Christus als seinen HERRN und Heiland angenommen hat.




Hast Du schon Jesus als Deinen Herrn und Heiland, als Deinen Retter angenommen? – dann freu dich darüber und sei dankbar. Gott möchte, dass du Frucht bringst, die in Ewigkeit Bestand hat.




Hast Du Jesus noch nicht als Deinen HERRN und Heiland angenommen? Trägst du die Last deiner Sünden immer noch mit Dir herum und darfst sie nicht bei Gott abladen? Wie fühlst du dich? – Vielleicht wie ein Mensch, der keine Hoffnung hat, der im Grunde mit Gott gar nichts zu tun hat? Jemand, der diese Seite liest, der aber auch genauso gut etwas anderes lesen könnte? Lieber Leser, liebe Leserin, ich möchte Euch keine falsche Hoffnung machen. Wer ohne Christus lebt, ist vom Bürgerrecht im Himmel ausgeschlossen! Außerhalb des Bundes der Verheißung leben, das bedeutet: Ohne Gott leben, ohne Hoffnung leben.




Ich kenne dieses Gefühl, auf der Suche zu sein und nicht zu finden, weil man gar nicht weiss, was man überhaupt sucht, aus eigner Erfahrung. Ich war selbst bereit gewesen, alle möglichen Religionen kennen zu lernen und Kulte auch an mir selbst vornehmen zu lassen, wenn mir nur einer die Gewissheit des Glaubens an ein ewiges Leben bei Gott vermitteln könnte. Doch alle Gottesdienste, alle Taufen, Konfirmationen, christliche Eheschließungen können keinem Menschen das Bürgerrecht im Himmel verleihen! Wer ohne Christus ist, wer IHN nicht im Herzen hat, wer IHM nicht sein Leben anvertraut hat, der hat weder das Bürgerrecht Israels noch ist er Teil des Bundes der Verheißung. Wer ohne Christus lebt, hat keine Hoffnung auf ein ewiges Leben.




Manche Menschen wissen gar nicht genau, ob sie ihr Leben Jesus übergeben haben und ob sie eigentlich gerettet sind oder nicht. Die Antwort kann sehr einfach gefunden werden:




Bist Du sicher, dass du dein Leben Jesus Christus übergeben hast, nachdem Du Busse getan hast und Dich zu IHM hin bekehrt hast? Wenn nein – hole das bitte ganz schnell nach. Am besten noch heute! Was ist, wenn der HERR heute zurückkehrt und Du gehörst IHM noch nicht? – Dann kann es zu spät sein. Wer ein Christ ist, weiss es selber genau. Wer gerettet ist, weiss es selber genau. Wenn mich jemand fragen würde: „Hellmut, bist du verheiratet?“ und ich würde vielleicht mit der Antwort zögern und antworten: „Nun ja, ob man verheiratet ist, dass weiss man ja nie so genau“. Oder ich würde auf die Frage nur antworten: „Vielleicht bin ich verheiratet, vielleicht auch nicht“. Na, ich denke, bei solchen Antworten müßte man mich fragen, ob ich noch alle Tassen im Schrank hätte. Wenn man verheiratet ist, dann sollte man das doch ganz genau wissen. Genauso muss das mit der Errettung sein.




Bist du errettet? Wenn Du halbwegs sicher bist, dass Du zu Jesus gehörst, dann gestatte mir eine zweite Frage: Wenn du heute nacht sterben würdest ... würdest du dann bei Gott sein? Bist du sicher? Diese Gewissheit des Heils kann Dir nur Gott vermitteln. Es gibt Dinge im Leben, da kann man sich nicht mehr verstecken, da ist man gnadenlos ehrlich, auch zu sich selbst. Und gerade bei dieser Frage kann man sein eigenes Gewissen nicht mehr überlisten. Ich kann mir nicht einreden, dass ich bestimmt gerettet bin, wenn ich doch im Grunde meines Herzens damit rechne, verloren zu sein.




Wer verloren ist, hat keine Hoffnung. Wer gerettet ist, der kann alle Hoffnung haben, weil er das Bürgerrecht bei Jesus besitzt.




Nun ist in unserem Text von Juden und Heiden die Rede. Wir wissen, dass das jüdische Volk auch als das Volk Gottes bezeichnet wird. Es gibt Christen, die Israel fast verklären und auch heute noch als das heilige Land bezeichnen. Ich kann Israel leider nur aus der Zeitung beurteilen, weil ich noch nie dort gewesen bin. Ich lese aber auch zwei Israel-Nachrichtendienste via Internet, beide christlich, und die geben kein so gutes Bild über Israel ab, was Israel als das Volk Gottes angeht.




Da ist viel von Religion die Rede, o ja, Israel ist an einigen Orten sehr religiös. Auch die Regierung kann nur regieren, wenn die ultra-orthodoxen Juden beteiligt sind. Jetzt wird darüber diskutiert, ob Juden, die den christlichen Glauben angenommen haben, eigentlich noch zu den Juden hinzugerechnet werden dürfen. Die meisten Menschen in Israel, die zum Christentum konvertiert sind, sind ja Palästinenser, also Araber; für sie ist es den Israeliten ganz recht, denn ein Christ ist in der Regel ein friedlicherer Bürger als ein womöglich vom Fanatismus aufgestachelter muslimischer Extremist.




Was aber ist mit den Juden, die Christen geworden sind? Geht das überhaupt? Wenn ein Angehöriger des Volkes Gottes Jesus Christus als seinen HERRN annimmt und seine Sünden bei ihm los wird und auf ewig gerettet wird ... ja, zu welchem Volk gehört er dann? Gehört er dann etwa zu einem anderen Volk Gottes?




So einfach sind diese Fragen nicht zu beantworten. Doch Gottes Wort liefert uns aber viele Hinweise. In Offenbarung 7,1-9 steht etwas von versiegelten Leuten, das ist vielleicht so ähnlich wie ausgewählt: Das sind 12.000 aus jedem Stamm Israels. 12.000 aus Juda, 12.000 aus Ruben, aus Gad, Asser; Naphtali, Manasse, Simeon, Levi, Isaschar, Sebulon, Josef und Benjamin. 12.000 aus jedem Stamm. Wir kennen nicht die Auswahlkriterien. Vielleicht ist auch 144.000, das sind ja 12x12.000, gar keine absolute Zahl, vielleicht ist hier auch gemeint: Alle Menschen in Israel. Die Zeugen Jehovas glauben, das sind alles Zeugen Jehovas. Das klingt erst einmal fremd, für andere vielleicht belustigend. Aber in diesem Punkt sind die Zeugen so weit von der Wahrheit nicht weg, denke ich. Denn wer sagt denn, dass es sich hier zwingend um Juden handeln muss? Stehen nicht diese Namen vielmehr dafür, dass Gott alle, die zu Seinem Volk gehören, retten will? Martin Luther und viele Ausleger nach ihm haben hier gesagt: Die 144.000 – das ist die Vollzahl der Menschen. Es sei also wahrscheinlich keine konkrete Zahl, sondern eine symbolische.




Zurück zu unserem Text. Paulus schreibt den Ephesern - das werden mehrheitlich keine Juden und auch keine ehemaligen Juden, sondern Griechen gewesen sein - dass sie früher vom Bürgerrecht Israels ausgeschlossen waren. Zum Bürgerrecht Israels gehörte, in den Tempel gehen zu dürfen, opfern zu dürfen – das Opfer war ja wichtig zur Vergebung der Sünden! – und – vielleicht – damit rechnen zu können, dass durch das Opfer die Sünde zugedeckt wurde.




Wie muss man sich das mit der zugedeckten Sünde vorstellen? Ein kleines Beispiel:


In einem kleinen Dorf mit einem Dorfpolizisten stand eine Verkehrskamera. Diese Kamera fotografierte alle Autos, die zu schnell durch das Dorf fuhren. Manche waren viel zu schnell. Wenn das bei der Verkehrsbehörde bekannt geworden wäre, hätten die Leute ihren Führerschein verloren, manche für einen Monat, manche für drei Monate, und einige – das waren Folgetäter – sogar auf unabsehbare Zeit. Der Polizist ging nun mit den Fotos zu diesen Leuten und machte sie auf ihre Verfehlung und die Folgen aufmerksam. Viele Menschen in diesem Dorf wussten, dass der Polizist bestechlich war. So boten sie ihm Geld, manche viel Geld, wenn er das Foto einfach verschwinden lassen würde. Der Polizist nahm das Geld und die Fotos landeten in seinem Spind im Dienst. Der Polizist wurde reich. Er fuhr ein teures Auto und seine Kollegen wurden mißtrauisch. Schließlich liess einem Bürger sein Gewissen keine Ruhe und er ging zur Polizei und zeigte den Polizisten an. Sein Schrank wurde geöffnet und die vielen Fotos traten wieder zutage.




Nun hatten die Menschen so viel von ihrem Geld geopfert um den Folgen ihrer Verfehlung zu entgehen und die Sünde – sprich: Das Foto – war auch gut zugedeckt worden. Als es aber alles offenbar wurde, wurden diese Menschen noch einmal zur Kasse gebeten und verloren ihren Führerschein doch.




Das Opfer im Tempel konnte nicht auf Dauer gerecht machen, obwohl unschuldiges Blut, nämlich das Blut von Böcken und Lämmern, vergossen wurde. Erst als Jesus Christus, der ohne Sünde war, ans Kreuz ging, stellvertretend für uns alle, für dich – und mich, da war ein vollkommenes Opfer dargebracht worden, das Gott akzeptieren konnte.




Wer dieses Opfer für sich selbst als Geschenk annehmen kann, wer Jesus Christus seine Schuld und seine Sünde bringen kann und ihm sagen kann: „Herr Jesus, ich habe bisher ohne dich gelebt. Es tut mir so leid wegen meiner Schuld. Bitte, vergibt sie mir kraft des Blutes, das du für mich auf Golgatha vergossen hast und komm in mein Leben und übernimm die Herrschaft in meinem Leben.“ – der erwirbt das Bürgerrecht Israels und wird auf ewig gerettet. Sofort. Von dieser Minute an HAT er das ewige Leben.




Durch das Blut von Opfertieren konnte kein Mensch gerettet werden, doch durch das Blut Christi können alle Menschen gerettet werden, wenn sie ihr Leben Jesus Christus unterstellen. Doch Christsein ist keine einfache Sache.




Ich war mal bei einer Evangelisation in Hessen. Der Evangelist war ein Berliner wie ich. Er hatte eine eindrucksvolle, gute Botschaft. Aber als er die Gäste aufrief, ihr Leben Gott zu unterstellen, machte er einen Fehler. Er sagte: „Wer jetzt mit Jesus Christus leben möchte, der hebe die Hand.“ Einige meldeten sich. Dann betete der Evangelist und sagte, dass diese Menschen jetzt Christen seien.




Da war nicht die Rede von Sünde, da war nicht die Rede von der notwendigen Busse, da war nicht die Rede vom Herrschaftswechsel. Jesus will die Herrschaft in Deinem Leben, er will der Boss sein in Deinem Leben, wie es so schön neu-deutsch heisst. Jesus will nicht, dass wir so ein bischen mit IHM leben. Er ist der Schöpfer der ganzen Welt, ER ist der König der Könige! Er ist doch nicht jemand, mit dem man einfach so leben kann, wenn einem danach ist, und wenn man das Feeling nicht mehr hat, na dann lebt man eben nicht mehr mit ihm! Nein! Die Entscheidung für Jesus ist eine Lebensentscheidung und sollte genauso gut oder sogar noch besser überlegt werden wie eine Entscheidung zur Heirat.




Ich ging nach dem Gottesdienst zu dem Evangelisten und stellte mich vor. Er kannte mich schon vom Namen her und fragte mich unvermittelt: „Wie fandest du meine Predigt?“ – Ich antwortete: „Mich hat deine Predigt an McDonald’s erinnert“. Er war verblüfft und ich erklärte ihm: „Da gibt’s jetzt ein Sonderangebot für 1,99 DM“. Er schmunzelte, denn er hatte mich verstanden und wir hatten ein gutes Gespräch darüber, wie man die Menschen zu einer echten Entscheidung für Christus führen kann.




Wir wissen ganz besonders aus dem Alten Testament, dass Israel Gottes Volk ist. Gott hat gesagt, dass er Israel ganz besonders behütet. „Wer Gottes Volk – das sind die Juden – antastet, der tastet Gottes Augapfel an“. „Das Heil kommt aus den Juden.“ Das sind alles Sätze, denen ich mit frohem Herzen zustimme. Natürlich kommt das Heil aus den Juden. Jesus Christus war kein Deutscher, kein Amerikaner, kein Russe. ER war ein halber Jude. Und da seine Mutter jüdisch war, galt er nach jüdischem Recht selbstverständlich als ein Jude. Maria stammte aus dem Hause Juda. Jesus ist das Heil dieser Welt geworden.




Ich glaube auch, dass das Volk der Juden nicht ohne Sühne von den Menschen im Dritten Reich umgebracht wurde. Mußte nicht unser Volk 40 Jahre Trennung erfahren? – 40 Jahre erinnern mich auch an die 40 Jahre, die Israel wegen seines Ungehorsams durch die Wüste wandern musste. Es war ein himmelschreiendes Unrecht, Gottes Volk zu jagen, zu deportieren, zu quälen und zu töten. Gott hat das mit angesehen. Gott hat geschenkt, dass das Volk Israel durch diese furchtbare Zeit wieder zu einem eigenen Staat kam, nach fast 2000 Jahre. Gott hat Israel bewahrt. In vier Kriegen gegen einen übermächtigen Feind ging es viermal siegreich hervor, entgegen aller militärischer und mathematischer Logik.




Ja, Israel IST Gottes Volk. Israel ist der Zeiger an der Weltenuhr Gottes. Gott sagt nämlich in Seinem Wort, dass ER, bevor ER wiederkommt, die Israeliten aus allen Teilen der Erde sammeln wird. Wo wird ER sie sammeln? – Natürlich in Israel selbst.




Israel ist Gottes Volk. Aber sind auch alle Israeliten gerettet? Leider nicht. Die Israeliten haben das große Vorrecht, Gottes Wort zu besitzen. Die meisten von ihnen kennen nur die Thora. Aber selbst in ihr finden sich so viele Hinweise auf den Erlöser, dass es schwer fällt zu glauben, dass sie Jesus nicht erkennen können. Und viele Juden, in Amerika, in Europa, sogar in Deutschland, aber auch in Israel selbst, lernen diesen Jesus Christus kennen und vertrauen IHM ihr Leben an.




Jesus sagt: „Ich bin – DER Weg, DIE Wahrheit und DAS Leben. NIEMAND kommt zum Vater denn durch mich.“ (Joh. 14,6)


ICH BIN der Weg. Kein anderer Weg führt zu Gott. Nicht durch die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft, nicht durch besondere religiöse Übungen. Nicht durch die Dazugehörigkeit zu einem bestimmten Volk. Wenn Jesus gemeint hätte, dass alle Juden zum Vater kommen können, dann würde das bestimmt irgendwo in der Bibel stehen.


Jesus ist die Wahrheit und das Leben. Niemand – auch kein Jude – kommt zum Vater ohne IHN. Warum sollte Gott einen Menschen zu Sich aufnehmen, wenn dieser vorher seinen Sohn Jesus Christus abgelehnt hat? Nein, es gibt wohl eine Sonderrolle für Juden, aber es gibt keine Sonderrechte.




Die Tür zu Gott steht den Menschen aller Nationen weit offen. Sowohl den Juden, die sich von Anfang an Jesus anschlossen und später die ersten Christen wurden – Leuten wie Petrus, Johannes, Paulus, Barnabas – als auch den Menschen aus den Nationen damals wie heute.




Und in diesem Sinne hat ER alle eins gemacht, Juden wie Griechen (und Griechen ist hier die symbolische Bezeichnung für alle Nichtjuden).




 

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