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Datum: Freitag, 26.10.2001
Bibelstelle: 1.Samuel 23,1-5; 2.Chronika 34,26-33
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott ist denen nahe, die ihn ernstlich anrufen



1.Samuel 23


1 Und man berichtete David: Siehe, die Philister kämpfen gegen Keila und plündern die Tennen.


2 Da befragte David den HERRN und sagte: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keila!


3 Aber die Männer Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fürchten uns [schon] hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Keila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen?


4 Da befragte David wieder den HERRN, und der HERR antwortete ihm und sprach: Mach dich auf und zieh nach Keila hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben.


5 Und David zog mit seinen Männern nach Keila und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg und brachte ihnen eine große Niederlage bei. Und so rettete David die Bewohner von Keila. –




2.Chronik 34


26 Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu ihm sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: [Was] die Worte [betrifft], die du gehört hast, -


27 weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte über diesen Ort und über seine Bewohner hörtest, und [weil] du dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, darum habe auch ich es gehört, spricht der HERR.


28 Siehe, ich werde dich zu deinen Vätern versammeln, und du wirst zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden. Und deine Augen sollen all das Unheil nicht ansehen, das ich über diesen Ort und über seine Bewohner kommen lasse. Und sie brachten dem König Antwort.


29 Und der König sandte hin und versammelte alle Ältesten von Juda und von Jerusalem.


30 Und der König ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem und die Priester und die Leviten und alles Volk, vom Größten bis zum Kleinsten. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das im Haus des HERRN gefunden worden war.


31 Und der König stand auf seinem [erhöhten] Standort und schloß den Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzufolgen und seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Ordnungen zu bewahren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte des Bundes zu tun, die in diesem Buch aufgeschrieben sind.


32 Und er ließ alle [in den Bund] eintreten, die sich in Jerusalem und in Benjamin befanden. Und die Bewohner von Jerusalem handelten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.


33 Und Josia entfernte alle Greuel aus allen Ländern, die den Söhnen Israel gehörten. Und er hielt alle dazu an, die sich in Israel befanden, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage wichen sie nicht von der Nachfolge des HERRN, des Gottes ihrer Väter, ab.




"Es wurde David gemeldet..." Welche Meldungen erreichen unser Ohr? Die täglichen Nachrichten über die Entwicklungen in der Welt, in der Kirche und in der Gemeinde Jesu können uns sehr belasten, manchmal fast erschlagen. Vor allem wollen sie uns den Mut nehmen, für die Sache Gottes einzustehen und unseren Platz im Kampf gegen den Feind einzunehmen. Als David die Meldung vom Einbruch der Philister in Keila vernahm, war sein Glaube gefordert, und alles, was er hörte, machte er zur Frage vor Gott. "Da befragte David den Herrn und sprach: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen?" (Vgl.2.Kön.18,19ff.37; 19,1.8-20; Ps.55,23.) Wir erkennen bei ihm nichts von Resignation, nichts von Anpassung, nichts von Nachgeben oder von Unterwerfung unter diese feindliche Macht. "Soll ich?" fragte David Gott, der ihm nahe war, weil er beständig in seiner Gegenwart lebte. Deshalb konnte er mit Gott sprechen und ihn fragen. "Mein Herz hält dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, Herr, dein Antlitz. Du bist meine Hilfe, verlass mich nicht" (Ps.27,8-11). Wenn wir von Gottes Wohnung im Himmel sprechen, denken viele an die große Entfernung zwischen Himmel und Erde. Aber wenn Gottes Thron auch im Himmel ist, so ist er uns doch nahe, nur unsere Augen sehen ihn nicht. "Er ist nicht fern von einem jeden unter uns." "Er ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen" (Apg.17,27; Ps.145,18; lies Ps.113,3-7; 116,1.2; 5.Mose 4,7). Die Nähe Gottes bringt Geborgenheit in unser Leben. Wenn er, der alles kann, mit uns in eine schwierige Situation hineingeht, dann können wir ohne Angst sein und zuversichtlich bleiben. Seine Nähe gibt Sicherheit! "Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben" (Ps.16,8; lies Ps.139,5).






 

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