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Datum: Mittwoch, 31.10.2001
Bibelstelle: 1.Samuel 23,10-13; Matthäus 7,7.8
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: In wessen Hand sind wir?



1.Samuel 23


10 Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewiß gehört, daß Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben.


11 Werden die Bürger von Keila mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? HERR, Gott Israels, laß es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen.


12 Und David fragte [weiter]: Werden die Bürger von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls ausliefern? Der HERR sprach: Sie werden [dich] ausliefern.


13 Da machten David und seine Männer sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen. Und es wurde Saul berichtet, daß David aus Keila entkommen sei. Da ließ er davon ab, [gegen ihn] auszuziehen.




Matthäus


7,7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.


7,8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.




Als David merkte, dass Saul Böses gegen ihn im Sinne hatte, sprach er mit dem Herrn darüber. Er war in der Stadt eingeschlossen und konnte sich nicht selber orientieren. Er übersah die Situation nicht, und es nützte auch nichts, jetzt weiter zu denken, weiter zu besprechen. Es half nur erneutes Beten und wiederum mit den Fragen vor Gott zu treten: "Herr, Gott Israels, dein Knecht hat gehört... Herr, Gott Israels, tue es doch deinem Knecht kund..." Und nachdem David die Antwort Gottes hatte, "fragte er weiter: Werden die Bürger von Keila mich und meine Männer übergeben in die Hände Sauls?" Der Herr hielt die erschütternde Antwort nicht zurück, denn er wusste um Sauls Vorhaben, und er sah in die Herzen der Bürger von Keila. (Lies Hiob 34,21.22; Spr.5,21; 15,11; 1.Kön.8,39b.) War die Antwort nicht niederschmetternd für David? Hatte er vielleicht gehofft, in Keila mit seinen Leuten vor Saul geschützt zu sein und wollte aufkommende Befürchtungen nicht wahrhaben? Wir lesen nichts von Enttäuschung, nur: "Da machte sich David auf mit seinen Leuten..." Das Entscheidende ist, dass wir betend vor Gott treten, wenn wir eingeengt oder angegriffen sind. Wenn wir auch noch so hilflos, elend und ratlos sind, die Direktverbindung zum Herrn besteht immer. Von zwischengeschalteten Gebeten wird unser Alltag entscheidend bestimmt. Deshalb wollen wir uns darin üben, bei Überlegungen und Besprechungen betend in Verbindung mit Gott zu sein. Das ist keine Zeitverschwendung und keine fromme Form. Das entscheidet darüber, in wessen Hand wir uns begeben. Durch sein Fragen konnte David der Hand Sauls entrinnen und blieb so seiner Lebensaufgabe erhalten. "Ich preise dich, Herr, ... denn du lässest meine Feinde sich nicht über mich freuen." (Lies Hebr.4,16; 10,19-22; Ps.31,1-6; 62,1-8.)








 

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