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Datum: Donnerstag, 01.11.2001
Bibelstelle: 1.Samuel 23,7-8.10-28; Römer 8,5
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Eine alte Geschichte wirft Licht auf unser Heute



1.Samuel 23


7 Und es wurde Saul berichtet, daß David nach Keila gekommen sei. Da dachte Saul: Gott hat ihn verworfen [und] in meine Hand [gegeben]. Denn er hat sich selbst eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist.


8 Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf, um nach Keila hinabzuziehen, damit sie David und seine Männer belagerten.


10 Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewiß gehört, daß Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben.


11 Werden die Bürger von Keila mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? HERR, Gott Israels, laß es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen.


12 Und David fragte [weiter]: Werden die Bürger von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls ausliefern? Der HERR sprach: Sie werden [dich] ausliefern.


13 Da machten David und seine Männer sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen. Und es wurde Saul berichtet, daß David aus Keila entkommen sei. Da ließ er davon ab, [gegen ihn] auszuziehen.


14 Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb im Gebirge in der Wüste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.


15 Und David sah, daß Saul ausgezogen war, um ihm nach dem Leben zu trachten. Und David war in Horescha in der Wüste Sif.


16 Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha und stärkte seine Hand in Gott.


17 Und er sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Du wirst König über Israel werden, und ich werde der Zweite nach dir sein. Und auch mein Vater Saul hat erkannt, dass es so ist.


18 Und beide schlossen einen Bund vor dem HERRN. David blieb in Horescha, Jonathan aber kehrte nach Hause zurück.


19 Aber die Sifiter zogen zu Saul nach Gibea hinauf und sagten: Hält David sich nicht bei uns auf den Bergfesten verborgen, in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der südlich von Jeschimon liegt?


20 Und nun, o König, wenn du geneigt bist herabzukommen, so komm herab! Und an uns ist es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern.


21 Und Saul entgegnete: Gesegnet seid ihr vom HERRN, daß ihr Mitleid mit mir gehabt habt!


22 Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und paßt genau auf, an welchem Ort sein Fuß weilt und wer ihn dort gesehen hat! Denn man hat mir gesagt, daß er sehr listig ist.


23 Und beobachtet und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt mit sicherer Kunde wieder zu mir zurück! So werde ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, dann will ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas!


24 Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Steppe, südlich von Jeschimon.


25 Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es David, und er ging zum Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon. Als Saul das hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.


26 Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber und seine Männer auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David sich beeilte, Saul zu entkommen, während Saul und seine Männer gerade David und seine Männer umringen wollten, um sie zu fangen,


27 kam ein Bote zu Saul und sagte: Eile und komm! Denn die Philister sind ins Land eingefallen.


28 Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nennt man jenen Ort: Sela-Machlekot.




Römerbrief


8,5 Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.




In dem ganzen Kapitel fällt uns die grundsätzliche Verschiedenheit zwischen Saul und David auf. Sie hören beide die täglichen Meldungen und stehen vor Entscheidungen, beide sind frei, so oder so zu handeln. Wir wollen die Haltung der beiden Männer in ihrem Miteinander vergleichen.


1. Saul redete fromme Worte, ohne auf Gott zu hören. "Gott hat David in meine Hand gegeben!" Oder zu den Sifitern: "Gesegnet seid ihr von dem Herrn, dass ihr euch meiner erbarmt habt" (V.7.21). Aufrichtigkeit, Durchsichtigkeit fehlten in Sauls Leben. (Lies 2.Tim.3,5.)


2. David fragte Gott und blieb in Verbindung mit ihm (V.2.4.10-12). Wie brauchen wir die horchende Haltung, damit wir nicht in Sünde fallen und dadurch auch andere in Gefahr bringen. (Lies Joh.15,7.8; Hiob 23,11.12.)


3. Sauls Motiv war Hass gegen David, er verfolgte den "Mann nach dem Herzen Gottes" (V.8.24.26; lies Gal.4,29).


4. Davids Motiv war die Rettung Israels. "David stritt wider die Philister... Also rettete David die Einwohner von Keila" (V.5; vgl.1.Sam.17,26.32.49.50).


5. Saul lebte sich selbst - er behauptete seine Herrschaft und ließ sich nicht aus der selbstsüchtigen Lebensart herausholen, selbst als die Not in Keila groß war (V.1-5).


6. David dachte an die bedrohten Leute in Keila. Er erntete Undankbarkeit, denn die Bewohner der Stadt wollten ihn an Saul ausliefern (V.12). Wir lesen nichts von Vorwürfen, die er ihnen gemacht hätte - "sie zogen fort von Keila". "Die Liebe Gottes lässt sich nicht erbittern" (1.Kor.13,4-7).


7. Saul hörte auf das Angebot der Sifiter und ließ sich von ihnen auf einen schlechten Weg leiten (V.19ff).


8. David hörte auf seine Leute, aber er ließ sich von Gott beraten - "David befragte den Herrn!" (V.3-5; Spr.12,15; 19,20; Jes.28,29).


An denselben Ereignissen beteiligt, handelten Saul und David sehr unterschiedlich. Saul hatte nur sein persönliches Wohl im Auge, David das seines Volkes. (Lies Ps.139,23.24.)








 

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