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Datum: Sonntag, 18.11.2001
Bibelstelle: 1.Mose 12,5; 13,5-13; 1.Petrus 4,8
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wie wir für andere da sein können II



1.Mose 12


5 Mit ihm kamen seine Frau Sarai, sein Neffe Lot, alle Knechte und Mägde und ihr ganzer Besitz. Sie erreichten Kanaan




1.Mose 13


5 Wie Abram war auch Lot sehr reich: Er besaß viele Schafe, Ziegen und Rinder und eine große Anzahl Diener und Mägde.


6 Darum gab es nicht genug Weideplätze für alle Viehherden. Sie konnten unmöglich zusammen bleiben,


7 zumal die Kanaaniter und die Perisiter noch im Land wohnten. Immer wieder gerieten Abrams und Lots Hirten aneinander.


8 Abram besprach das mit Lot: "Es soll kein böses Blut zwischen unseren Hirten geben! Wir sind doch Verwandte und sollten uns nicht streiten!


9 Es ist besser, wenn wir uns trennen. Das Land ist groß genug. Entscheide du, wo du dich niederlassen möchtest! Wenn du den Westen wählst, gehe ich nach Osten. Wenn du lieber nach Osten ziehst, gehe ich nach Westen."


10 Lot betrachtete das Land genau und sah die fruchtbare Jordanebene - überall reich bewässert, bis nach Zoar hin. Später veränderte sich die Landschaft, nachdem der Herr Sodom und Gomorra vernichtet hatte. Die Jordanebene sah aus wie der Garten des Herrn oder das Niltal in Ägypten.


11 Darum wählte Lot diese Gegend. Er verabschiedete sich von Abram und machte sich auf den Weg nach Osten.


12 Abram blieb im Land Kanaan, während Lot sich bei den Städten in der Jordanebene aufhielt und mit seinen Zelten umherzog, bis er an die Stadt Sodom herankam.


13 Die Menschen in dieser Stadt waren schlecht. Was sie taten, verabscheute der Herr.




1.Petrusbrief


4,8 Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn «die Liebe deckt auch der Sünden Menge» (Sprüche 10,12).




Ein Vorbild dafür, wie man für den andern da sein kann, finden wir in Abrahams Verhalten. Beim Auszug aus Ur nahm er seinen Neffen Lot mit. Als es Schwierigkeiten im Zusammenleben gab, war Abraham frei von Eigeninteressen, so dass er sagen konnte: "Es soll kein Streit zwischen uns sein... Wir sind doch Brüder... Das Beste ist, wir trennen uns." Abraham überließ Lot die Wahl, er sollte aussuchen, was er für das Beste hielt (Lies Matth.5,9; Röm.l5,5-7; 2.Kor.13,11; Eph.4,1-3.). Die äußere Trennung bedeutete für Abraham jedoch nicht das Ende seiner Liebe zu Lot. In Sodom machte Lot die Erfahrung: Wenn man nicht auf dem Weg des Herrn bleibt, kann man auch nicht mit seinem Schutz und seiner Bewahrung rechnen. "Manchem erscheint sein Weg richtig, aber am Ende ist es der Weg zum Tod" (Spr.14,12; lies Ps.143,10; Spr.2,20-22). Mit den Leuten von Sodom geriet Lot in die Gefangenschaft. "Abraham rief seine kampferprobten Leute zusammen, dreihundertundachtzehn Männer, und jagte hinter den siegreichen Königen her." Obwohl Lot es nicht verdiente, riskierte Abraham alles für ihn. Er ließ sich nicht durch verletzte Gefühle abhalten. Er befreite seinen Neffen samt den verschleppten Frauen und den übrigen Gefangenen. (Vgl.2.Mose 32,30-34; 1.Joh.2,10.) – Solch ein Mann der Liebe, dem es um den anderen ging, war auch der Missionar Hudson Taylor. Als er von Schwierigkeiten in einer entfernten Provinz hörte, ging es ihm gesundheitlich gerade sehr schlecht. "Da muss ich hin", war seine Reaktion. Sein Sohn sagte: "Vater, das kann dich das Leben kosten." "Ja", sagte Hudson Taylor, - "aber 'wir sind schuldig, das Leben für die Brüder hinzugeben'." (Lies 1.Joh.3,14.16-18; 1.Thess.4,9.10.)








 

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