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Datum: Samstag, 22.12.2001
Bibelstelle: Lukas 1,28.29; Psalm 113,5-9
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was Gott mit uns vorhat, ist immer das Beste



Lukas-Evangelium


1,28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!


1,29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?




Psalter


113,5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, im Himmel und auf Erden?


113,6 Der oben thront in der Höhe, der herniederschaut in die Tiefe,


113,7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhöht den Armen aus dem Schmutz,


113,8 daß er ihn setze neben die Fürsten, neben die Fürsten seines Volkes;


113,9 der die Unfruchtbare im Hause zu Ehren bringt, daß sie eine fröhliche Kindermutter wird. Halleluja!




Der Engel hatte Begrüßungsworte besonderer Art für Maria: „Du Begnadigte, du Gesegnete!“ Maria erschrak über diese Anrede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Vielleicht konnte sie es gar nicht fassen, dass der Engel mit seinem Gruß sie meinte. Aber sie nahm an, was Gott ihr sagen ließ und antwortete: „Ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Der Bericht in Lukas 11,27.28 ist in der Lutherbibel so überschrieben: Eine Seligpreisung Jesu. Wenn wir den Text genau lesen, erkennen wir, dass Jesus seine Mutter selig pries. „Eine Frau im Volk sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat... Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“ Schon Elisabeth begrüßte Maria mit den Worten: „Glückselig, die geglaubt hat...“ (Luk.1,39-45; lies Ps.119,1-3; Jak.1,25; Offb.1,3). - Maria glaubte das, was vorher nie dagewesen war. Sie wusste von Glaubenserfahrungen anderer, aber für die Botschaft des Engels an sie gab es nichts Ähnliches, das vorausgegangen wäre, außer der Verheißung in Jesaja 7,14. Manchmal gestaltet Gott unseren Lebensweg so, dass wir nur noch denken können: Wie soll das zugehen? Gilt nicht das Wort des Psalmisten für solche sorgenvollen Gedanken: „Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist? Du bist der Gott, der Wunder tut!“ (Lies 4.Mose 11,23; Mark.8,3-9; Matth.19,26.) Vermutlich sprach Maria im Verborgenen immer wieder das „Mir geschehe“ der vorbehaltlosen Hingabe an den Herrn. - „Mir geschehe...“ Diese Antwort wollen auch wir dem Herrn geben, wenn er uns einen Auftrag gibt, der uns zu groß oder zu schwer erscheint. Sonst könnten wir die Bestimmung unseres Lebens verfehlen. „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt!“ Was Gott mit uns vorhat, ist immer das Beste. Sein Plan mit uns ist vollkommen, ist zielgerichtet. (Lies Joh.11,40; Röm.4,18-21.)








 

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