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nächsten Text: Wer angebunden ist, kommt nicht voran vorherigen Text: Vom Umgang mit Lasten Archiv Datum: Sonntag, 17.03.2002 Bibelstelle: Psalm 37,5; 1.Samuel 1,1-18 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: ER wirds wohl machen Psalter 37,5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen 1.Samuel 1 1 In Ramatajim-Zofim (kurz: Rama), einem Ort im Bergland von Ephraim, wohnte ein Mann namens Elkana. Sein Vater hieß Jeroham, sein Großvater Elihu; Elihu wiederum stammte von Tohu ab, der ein Sohn Zufs war. Elihu hatte seinerzeit schon im Gebiet von Ephraim gelebt. 2 Elkana hatte zwei Frauen: die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna hatte schon einige Kinder, Hanna aber keine. 3 Jedes Jahr reiste Elkana mit seiner ganzen Familie zum Heiligtum nach Silo, um dem allmächtigen Gott ein Opfer darzubringen und ihn anzubeten. Zu jener Zeit versahen Hofni und Pinhas in Silo den Priesterdienst. Sie waren Söhne Elis, des alten Priesters. 4 Jedesmal wenn Elkana sein Opfer dargebracht hatte, kam die ganze Familie zu einem Festessen zusammen. Elkana schnitt das Fleisch der geopferten Tiere in gleiche Stücke und teilte sie aus. Peninna erhielt Fleisch für sich und jedes ihrer Kinder, 5 Hanna aber bekam die doppelte Portion. Denn Elkana liebte sie sehr, obwohl der Herr ihr bisher Kinder versagt hatte. 6 Stets begann Peninna dann, Hanna mit Sticheleien zu kränken, weil sie kinderlos war. 7 Das wiederholte sich jedes Jahr, wenn sie zum Heiligtum des Herrn zogen: Peninna verletzte Hanna mit ihrem Spott so sehr, daß sie vor Ärger und Traurigkeit nur noch weinte und nichts mehr essen wollte. 8 "Hanna, warum weinst du?" fragte Elkana dann. "Du ißt ja gar nichts Bist du so traurig, weil du keine Kinder hast? Bin ich dir denn nicht viel mehr wert als zehn Söhne?" versuchte er sie zu trösten. 9 Eines Tages, als Hanna wieder einmal nur mit Mühe einige Bissen heruntergebracht hatte, zog sie sich von den anderen zurück und ging zum Heiligtum; dort saß der alte Priester Eli auf einem Stuhl neben der Tür. 10 Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. 11 Unter Tränen betete sie und versprach dem Herrn: "Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergißt, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir, Herr, gehören. Als Zeichen dafür werde ich ihm nie die Haare schneiden." 12 Hanna betete sehr lange. Das fiel Eli auf, und er beobachtete sie. 13 Ihre Lippen bewegten sich, die Worte aber waren nicht zu hören, weil Hanna leise betete. Eli hielt sie für betrunken 14 und fuhr sie an: "Wie lange willst du eigentlich noch betrunken hier herumlungern? Geh und schlaf erst einmal deinen Rausch aus!" 15 "Aber nein, mein Herr, ich bin nicht betrunken", widersprach Hanna. "Ich bin nur sehr, sehr traurig und habe dem Herrn mein Herz ausgeschüttet. 16 Halte mich bitte nicht für eine heruntergekommene Frau. Wirklich, ich habe nur aus lauter Verzweiflung so lange gebetet." 17 Da antwortete Eli: "Geh getröstet und in Frieden nach Hause! Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebeten hast." 18 Hanna verabschiedete sich und sagte: "Behalte mich in guter Erinnerung!" Erleichtert ging sie zu den anderen zurück. Sie konnte wieder essen, und man sah ihr an, wie glücklich sie war. Wälze die Last deines Weges auf den Herrn! Hanna, die Mutter Samuels, hatte eine schwere Last zu tragen, weil sie kinderlos war. Niemand konnte ihr helfen. Schließlich wälzte sie diese Lebenslast auf den Herrn der Heerscharen, als sie mit der Familie in Silo war. Am Heiligtum klagte sie ihm ihr Herzeleid: Du kennst mein Elend, du kannst mir helfen, du allein bist dazu fähig. Und Hanna erlebte, was der Psalmist mit den Worten ausdrückt: Du hast doch das Elend und die Kränkung gesehen, du schaust hin, um es in die Hand zu nehmen. Der Ohnmächtige überlässt es dir (Ps.10,14; Jes.64,3; 65,24). Für Lasten, die wir zu tragen haben, wird uns in vielen Worten der Bibel der Weg des Gebets gewiesen: Hat einer Leiden zu ertragen, der bete! Asaf, der durch harte Anfechtungen ging, bekennt später, dass sie so lange anhielten, bis ich hineinging ins Heiligtum. (Lies Jak.5,13a; Ps.73,1-28.) Vielleicht ist heute einer von uns ganz am Ende seiner Kraft und meint, die Anfeindung, das Mobbing am Arbeitsplatz oder auch die große Müdigkeit nicht mehr ertragen zu können. Der Weg in die Gegenwart Gottes ist offen, von jedem Ort aus können wir den Herrn erreichen. Lasst uns mit der größten Freiheit und Zuversicht dem Gnadenthron unseres Gottes nahen, damit wir als schon Begnadigte neue Barmherzigkeit erlangen und weitere Gnade finden zu unserer rechtzeitigen Hilfe. Lasst uns wirklich hin-zutreten zum Thron Gottes und Gott nahen mit aufrichtigem Herzen in freu-diger Glaubensgewissheit. (Lies 1.Chron.4,10; 5,20b; Jer.29,12.13; Klagel.2,18.19.) C.H.Spurgeon sagte: Unsere Lasten und Kümmernisse sollten Rosse sein, mit denen wir zu Gott fliehen, rauhe Winde, die unser Schiff in den Hafen des Gebets treiben. Möge Gott geben, dass wir, die wir traurigen Geistes sind, in dem Maß betenden Geistes seien.
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