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04.05. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten

03.05. Jesus kommt nie zu spät

02.05. Jesus ist es wert, dass wir unser Leben ihm ganz hingeben

01.05. Gott zählt nicht die Gaben, ER wiegt sie

30.04. Was unser Herz nicht zutiefst trifft, verändert auch unser Leben nicht

29.04. Dankend und erwartungsvoll nach oben schauen

28.04. Gott hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht

27.04. Hauptsache gesund !?
 
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Datum: Dienstag, 30.04.2002
Bibelstelle: Markus 6,38-52; Lukas 24,13-35
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was unser Herz nicht zutiefst trifft, verändert auch unser Leben nicht



Markus-Evangelium


6,38 Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Geht hin und seht! Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf und zwei Fische.


6,39 Und er gebot ihnen, daß sie sich alle lagerten, tischweise, auf das grüne Gras.


6,40 Und sie setzten sich, in Gruppen zu hundert und zu fünfzig.


6,41 Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie unter ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle.


6,42 Und sie aßen alle und wurden satt.


6,43 Und sie sammelten die Brocken auf, zwölf Körbe voll, und von den Fischen.


6,44 Und die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Mann.


6,45 Und alsbald trieb er seine Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm hinüberzufahren nach Betsaida, bis er das Volk gehen ließe.


6,46 Und als er sie fortgeschickt hatte, ging er hin auf einen Berg, um zu beten.


6,47 Und am Abend war das Boot mitten auf dem See und er auf dem Land allein.


6,48 Und er sah, daß sie sich abplagten beim Rudern, denn der Wind stand ihnen entgegen. Um die vierte Nachtwache kam er zu ihnen und ging auf dem See und wollte an ihnen vorübergehen.


6,49 Und als sie ihn sahen auf dem See gehen, meinten sie, es wäre ein Gespenst, und schrien;


6,50 denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber sogleich redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!


6,51 und trat zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich über die Maßen;


6,52 denn sie waren um nichts verständiger geworden angesichts der Brote, sondern ihr Herz war verhärtet.




Lukas-Evangelium


24,13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus.


24,14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.


24,15 Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.


24,16 Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht erkannten.


24,17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen.


24,18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist?


24,19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk;


24,20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben.


24,21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß dies geschehen ist.


24,22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen,


24,23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe.


24,24 Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht.


24,25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!


24,26 Mußte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?


24,27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.


24,28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.


24,29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.


24,30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen.


24,31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.


24,32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?


24,33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;


24,34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.


24,35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach.




Obwohl die Jünger die Speisung von fünftausend hungrigen Menschen erlebt hatten, waren sie „um nichts verständiger geworden angesichts der Brote, sondern ihr Herz war verhärtet“. Das macht betroffen, dass so wenig Glauben für eine neue Herausforderung in ihnen war. Ist es bei uns nicht manchmal auch so? Wir haben miterlebt, wie liebevoll Jesus für Menschen sorgte - auch für uns -, aber unser Herz bleibt unberührt, weil es unempfindlich und vielleicht sogar hart ist? Was jedoch unser Herz nicht zutiefst trifft, verändert unser Leben nicht. (Vgl.Hebr.5,11.12.) - „Ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten“, wird von den beiden Jüngern berichtet, die nach dem Tod Jesu und seiner bereits von den Frauen bezeugten Auferstehung auf dem Weg nach Emmaus waren. Jesus redete mit ihnen, aber sie erkannten ihn nicht. Darum nannte er sie Toren, „deren Herzen zu träge waren zu glauben“. „Mit allem, was Jesus tat, hätte er seinen Jüngern gern eine bleibende Gabe geschenkt, nicht nur eine kurze Freude. Wenn sie aber über jeden neuen Erweis seiner Liebe und Macht nur in ein tiefes Erstaunen fielen, so wurde dadurch offenbar, dass sie zwar Jesu Tun vor Augen hatten, ohne es mit ihrem stumpfen Herzen wahrzunehmen und zu verstehen“ (A.Schlatter). Paulus kannte das menschliche Herz, darum schrieb er den Ephesern, welches Gebetsanliegen er für sie hatte: „Er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, dass ihr erkennt...“ (Eph.1,18a; lies Eph.3,14-21). Ohne das beständige Wirken des Heiligen Geistes werden wir schnell träge im Erkennen dessen, was der Herr uns schenken will. Nur Gottes Geist kann uns aus einer solchen Herzensverfassung herausholen. Darum wollen wir bitten. Wenn unser Herz wieder für Jesus und sein Wort brennt, werden wir geistliche Zusammenhänge erkennen und sie auch mit brennendem Herzen weitersagen. (Lies Ps.18,29; Joh.8,31.32.)








 

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