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Datum: Dienstag, 28.05.2002
Bibelstelle: Philipper 2,28-30; Psalm 133
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Was ist mir das Werk Christi wert?



Philipperbrief


2,28 Ich habe ihn nun um so eiliger gesandt, damit ihr ihn seht und wieder fröhlich werdet und auch ich weniger Traurigkeit habe.


2,29 So nehmt ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche Menschen in Ehren.


2,30 Denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tode so nahe gekommen, da er sein Leben nicht geschont hat, um mir zu dienen an eurer Statt.





Psalter


133,1 Von David, ein Wallfahrtslied. Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!


133,2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides,


133,3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.




Paulus ging sehr einfühlsam mit den Spannungen in der Gemeinde um, die es auch in Philippi gab. „Solche Menschen - wie Epaphroditus - ehrt“, schreibt er, und unterstreicht seine Aufforderung mit dem Hinweis: „Denn um des Werkes Christi willen ist Epaphroditus dem Tode so nahe gekommen, da er sein Leben nicht geschont hat, um mir zu dienen an eurer statt.“ Epaphroditus hätte sich zurückhalten können, als man einen Boten suchte, der dem gefangenen Apostel die Gabe überbrachte. Er hätte einen leichteren Weg für sich wählen können, ohne dass jemand Anstoß daran genommen hätte. Paulus, der sein Leben für Jesus und die Ausbreitung des Evangeliums voll einsetzte, ja sogar bereit war, es dafür zu opfern, wird ihm Vorbild gewesen sein. Hatte er sein Abschiedswort in Milet gehört? „Ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.“ Wie Paulus dem Herrn ungeteilt und mit ganzer Hingabe diente, so wollte auch er Gott zur Verfügung stehen und dabei keine Gefahren scheuen. (Lies Apg.20,17-24; 21,10-14; Ps.73,23-26.) Wie weit ist diese Gesinnung vom Geist unserer Zeit entfernt! Sollten wir uns nicht fragen lassen: „Was riskiere ich eigentlich um Christi willen? Was ist mir das Werk Christi wert? Wie viel Zeit, wie viel Kraft, wie viel Geld, wie viele Freundschaften - kurz: wie viel von meinem Leben? Bei den Reformationsfeiern singt man oft: ‚Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: lass fahren dahin...‘ Ob ich das wohl zu Recht mitsingen darf? Epaphroditus jedenfalls hätte es zu Recht mitsingen können. Bei ihm galt es“ (J.Blunck).








 

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