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Aidlinger Bibellese

Datum: Montag, 09.09.2002
Bibelstelle: Markus 6,1-6; 9,22-24
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Unterweisung Asafs, Lektion 3: Zweifel und Misstrauen keinen Raum geben IV



Markusevangelium

6,1 Und er ging von dort weg und kam in seine Vaterstadt, und seine Jünger folgten ihm nach.

6,2 Und als der Sabbat kam, fing er an, zu lehren in der Synagoge. Und viele, die zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen?

6,3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.

6,4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause.

6,5 Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, außer daß er wenigen Kranken die Hände auflegte und sie heilte.

6,6 Und er wunderte sich über ihren Unglauben. Und er ging rings umher in die Dörfer und lehrte.

9,22 [Der Vater des besessenen Knaben sprach:] Und oft hat er [der Dämon] ihn ins Feuer und ins Wasser geworfen, daß er ihn umbrächte. Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!

9,23 Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst - alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.

9,24 Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!



Erschütternd merken wir, dass Jesus in seiner Heimatstadt Grenzen gesetzt wurden. Muss Jesus sich bei uns nicht über manches Wort und Verhalten, das nicht aus Glauben geschieht, ebenfalls wundern? „Warum zweifelst du, du Kleingläubiger?“ (Matth.14,31; 17,20; Mark.16,12-14). Der Evangelist Markus berichtet, wie ein Vater seinen Sohn zu Jesus bringt und sagt: „Wenn du kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Jesus gibt darauf eine Antwort, die uns viel zu sagen hat: „Das ‚wenn du kannst‘, ist, wenn du glauben kannst. Dem Glaubenden ist alles möglich.“ Die Grenzen liegen nicht im Können Jesu, die Grenzen liegen in uns. „Der Vater des Kindes rief mit Tränen: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben!“ Es ist tröstlich, dass man bei Jesus Hilfe gegen den Unglauben suchen kann. Wir wollen die Lektion lernen, die der Vater bekam. Jesus soll durch uns nicht aufgehalten werden. Denken wir an die Bitte, die Jabez aussprach: „O dass du mich segnen und meine Grenzen erweitern wolltest... Und Gott ließ kommen, was er erbat“ (1.Chron.4,10; lies Jes.41,17-20; Jer.33,3; Matth.7,7-11). Jeftah sprach das glaubensstarke Wort zu dem Amoriterkönig: „Nimmst du nicht das in Besitz, was Kemosch, dein Gott, dir zu Besitz gibt? So auch alles, was der Herr, unser Gott, vor uns ausgetrieben hat, das wollen wir besitzen“ (Richt.11,24). Das Wirken Gottes darf nicht durch unseren Zweifel und Unglauben begrenzt werden. (Lies 5.Mose 2,24.25.31-36.) Wir sollten in die Liedzeile einstimmen: „Der Glaube nimmt, was Gott verheißt. Auch in den Nöten er ihn preist. Nichts unmöglich! Kühn er wagt zu nehmen, was Gott zugesagt!“





 

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