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Datum: Montag, 23.09.2002
Bibelstelle: 1.Johannes 2,12-14; 2.Petrus 3,18
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wir brauchen Väter und Mütter in Christus



1.Johannesbrief

2,12 Ihr aber, meine geliebten Kinder, müßt nicht hilflos in der Finsternis umherirren; denn durch Jesus Christus ist eure Schuld vergeben.

2,13 Euch Väter soll mein Brief im Glauben ermutigen; ihr kennt ja Christus, der schon immer, von aller Ewigkeit her, da ist. Ich schreibe aber auch euch, ihr jungen Leute; denn ihr habt den Bösen besiegt.

2,14 Euch Kindern schreibe ich, weil ihr den Vater kennt. Ebenso habe ich euch Vätern geschrieben, weil ihr den kennt, der von allem Anfang an da war. Und euch, ihr jungen Leute, habe ich geschrieben, weil ihr in euerm Glauben stark geworden seid. Gottes Wort ist in euch lebendig, und ihr habt den Bösen besiegt.



2.Petrusbrief

3,18 Ich wünsche euch vielmehr, daß ihr in euerm Leben immer mehr die unverdiente Liebe und Gnade unseres Herrn und Retters Jesus Christus erfahrt und ihn immer besser kennenlernt. Denn ihm allein gehört alle Ehre - jetzt und in Ewigkeit! Amen.



Nachdem Johannes die Gläubigen in ihrer Gesamtheit als „Kinder“ angesprochen hat, unterteilt er sie nun in verschiedene geistliche Altersstufen: Väter, junge Leute, Kinder. Diese Stufen sind nicht abhängig vom Lebensalter, wohl aber von der Länge der Nachfolge. In welche Rubrik gehören wir? Ist unser Leben mit Jesus gewachsen oder gibt es Wachstumsschwierigkeiten? Der Apostel Petrus spornt uns an: „Wachset in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.“ (Lies Kol.2,6; 2.Thess.1,3; Phil.3,12b.13.) - „Ich schreibe euch Vätern.“ Die Väter, die Johannes zuerst anspricht, waren innerlich reife Gemeindeglieder, die Verantwortung für andere übernahmen. Sie waren nicht nur gerettet, sondern offen für Gottes Unterweisung und Erziehung. So blieb ihr Wissen von Jesus und dem Leben mit ihm nicht nur an der Oberfläche. Auf ihrem Weg mit Jesus machten sie Glaubenserfahrungen, durch die sie innerlich stark wurden. (Lies Hebr.12,5.9; Ps.77,12-21; 23,1-6.) - „Ihr kennt den, der von Anfang war.“ Damit meinte Johannes nicht den Anfang ihres Glaubens, sondern er erinnerte an den Beginn seines Evangeliums: „Im Anfang war das Wort... Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“ Die „Väter“ kannten Jesus. Während der Zeit ihrer Nachfolge lernten sie ihn immer besser kennen und erlebten seine unveränderliche Treue. „Ich hab ihn treu erfunden, könnt ich nur sagen, wie; ich möcht die Knie beugen und immer neu bezeugen: Es mangelte mir nie“ (A.von Viebahn). (Lies Ps.89,2; 2.Tim.2,13a.) Gott schenke unseren Gemeinden Väter in Christus und Mütter in Christus, zu denen junge Leute gern gehen, weil sie wissen: Hier müssen wir uns keine moralischen Ermahnungen anhören, hier hören wir von Erfahrungen echter Gottesnähe, der Blick für Jesus und seine Sache wird uns durch sie erweitert. (Lies 1.Kor.4,14-16; Eph.4,7.12-16.)







 

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