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nächsten Text: Gottes merk-würdiges Gebetsanliegen vorherigen Text: Gott und Seine Sache sind ernster als Euer Zwiespalt Archiv Datum: Freitag, 31.01.2003 Bibelstelle: Philipper 4,1-3; Römer 15,1.2 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Sturheit führt nicht zur inneren Heilung Philipperbrief 4,1 Also, meine lieben Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und meine Krone, steht fest in dem Herrn, ihr Lieben. 4,2 Evodia ermahne ich und Syntyche ermahne ich, daß sie eines Sinnes seien in dem Herrn. 4,3 Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Gefährte, steh ihnen bei; sie haben mit mir für das Evangelium gekämpft, zusammen mit Klemens und meinen andern Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens stehen. Römerbrief 15,1 Wir aber, die wir stark sind, sollen das Unvermögen der Schwachen tragen und nicht Gefallen an uns selber haben. 15,2 Jeder von uns lebe so, daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten und zur Erbauung. Seid eines Sinnes! Beachten wir, dass Paulus Evodia und Syntyche in gleicher Weise ermahnt. Wie schnell schieben wir die Schuld an der verfahrenen Situation dem andern zu und denken laut oder leise: Ja, wenn der nicht so wäre, dann...! Glauben wir wirklich, dass nur der andere Schuld hat? Sind wir bereit, um Verzeihung zu bitten für das rasche, verletzende Wort, das über unsere Lippen kam? Führte nicht vielleicht mein Eigenwille oder mein Stolz zur Entfremdung und schließlich zur Trennung? Hätte ich nicht viel mehr mit Jesus über diese Sache reden müssen, statt im Karussell meiner Gedanken mein Recht immer fester zu zementieren? Meinen wir wirklich, wir könnten uns freisprechen? Paulus ermahnt beide. Für beide ist es wichtig, mit einem Bitte, verzeih mir aufeinander zuzugehen. Wagen wir doch den Schritt zur Versöhnung! Wer weiß, wie viel Zeit uns noch bleibt! (Lies Matth.5,23.24; 6,12.14.15; Luk.17,4.) Paulus weiß, wie schwer solch ein Schritt sein kann. Deshalb spricht er einen bestimmten Bruder aus der Gemeinde an, ohne seinen Namen zu nennen: Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Gefährte, steh ihnen bei! Wie kann das Beistehen aussehen, wenn Christen untereinander uneins sind und verschiedene Gruppen gegeneinander stehen? Beistehen ist keine leichte Aufgabe. Es ist gut, dass wir die Not zuerst im Gebet vor Gott ausbreiten können. Dabei kann er den notwendigen Durchblick schenken und durch seinen Heiligen Geist an den Herzen der Menschen wirken, die aneinander oder auseinander geraten sind. (Lies Kol.2,1.2.) Besonders wichtig ist es, dass wir beide Standpunkte hören, Stolperstellen beleuchten und zu der Erkenntnis helfen, dass Recht haben und Recht behalten wollen nicht zur inneren Heilung beiträgt, sondern nur die gegenseitige Vergebung. Paulus vertraute darauf, dass die Christen in Philippi einander zurechthalfen. (Lies Gal.6,1; Hebr.3,12.13; 10,24.)
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