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Datum: Samstag, 03.05.2003
Bibelstelle: 1.Samuel 1,1-18; Psalm 37,4-8
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Ein Tag der Veränderung



1. Samuel 1,1-18

1 Es war ein Mann von Ramatajim-Zofim, vom Gebirge Ephraim, der hieß Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter. 2 Und er hatte zwei Frauen; die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder und Hanna hatte keine Kinder. 3 Dieser Mann ging jährlich hinauf von seiner Stadt, um anzubeten und dem HERRN Zebaoth zu opfern in Silo. Dort aber waren Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, Priester des HERRN. 4 Wenn nun der Tag kam, dass Elkana opferte, gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Stücke vom Opferfleisch. 5 Aber Hanna gab er "ein" Stück traurig; denn er hatte Hanna lieb, obgleich der HERR ihren Leib verschlossen hatte. 6 Und ihre Widersacherin kränkte und reizte sie sehr, weil der HERR ihren Leib verschlossen hatte. 7 So ging es alle Jahre; wenn sie hinaufzog zum Haus des HERRN, kränkte jene sie. Dann weinte Hanna und aß nichts. 8 Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du und warum isst du nichts? Und warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne? 9 Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Eli aber, der Priester, saß auf einem Stuhl am Türpfosten des Tempels des HERRN. 10 Und sie war von Herzen betrübt und betete zum HERRN und weinte sehr 11 und gelobte ein Gelübde und sprach: HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und es soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen. 12 Und als sie lange betete vor dem HERRN, achtete Eli auf ihren Mund; 13 denn Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber hörte man nicht. Da meinte Eli, sie wäre betrunken, 14 und sprach zu ihr: Wie lange willst du betrunken sein? Gib den Wein von dir, den du getrunken hast! 15 Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ich bin eine betrübte Frau; Wein und starkes Getränk hab ich nicht getrunken, sondern mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. 16 Du wollest deine Magd nicht für eine zuchtlose Frau halten, denn ich hab aus meinem großen Kummer und Herzeleid so lange geredet. 17 Eli antwortete und sprach: Geh hin mit Frieden; der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast. 18 Sie sprach: Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Da ging die Frau ihres Weges und aß und sah nicht mehr so traurig drein.



Psalm 37, 4-8

37,4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.

37,5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen

37,6 und wird deine Gerechtigkeit heraufführen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.

37,7 Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. Entrüste dich nicht über den, dem es gut geht, der seinen Mutwillen treibt.

37,8 Steh ab vom Zorn und laß den Grimm, entrüste dich nicht, damit du nicht Unrecht tust.



Jeder Tag in unserem Leben kann ein Tag mit Gott sein. Nicht alle Tage sind gleich. Jeder hat sein eigenes »Gesicht«. Wir erleben frohe und unbeschwerte, glückliche und traurige Tage, und solche voller Eile und Hetze. Schon am Morgen können uns die Sorgen überrollen. Manche Tage bringen uns angenehme, andere böse Überraschungen. Wie sich die Tage unseres Lebens auch gestalten mögen: Einer ist immer gegenwärtig, Einer geht mit uns hinein und hindurch. Selbst dann, wenn jemand über Wochen, Monate und Jahre die einzelnen Tage als eine einzige niederdrückende Last erlebt, die sich nicht einfach abschütteln lässt, die das Leben dunkel und schwer macht, dieser Eine ist da. Das erlebte auch Hanna, die Mutter Samuels. Ungelöste Fragen, ungeheuerliche Verletzungen hatten ihre Seele durchbohrt (1. Sam. 1, 1-8). Hanna war eine tief bekümmerte und masslos traurige Frau. Doch es gab einen Tag in ihrem Leben, an dem sich das änderte. Es war der Tag, an dem sie sich entschloss, in das Heiligtum Gottes zu gehen, um dort ihre ganze Last und ihren sehnlichsten Herzenswunsch vor dem Herrn auszubreiten (1. Sam. 1, 9-11). Entlastet und getröstet kehrte sie zu ihrer Familie zurück: Sie »ging ihres Weges und ass und hatte nicht mehr ein so trauriges Gesicht«. »Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist« (Ps. 42,6.12; lies Ps. 91,15; 50,15; 40,2-4; Jer.33,2.3; Joh.14,13.14). – Zu jeder Zeit und an jedem Ort können wir unser Herz vor Jesus ausschütten. Ihm dürfen wir alles sagen. Er wird zwar nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheissungen erfüllen.





 

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