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nächsten Text: Der Ort täglicher Bewährung vorherigen Text: Ein Tag der Veränderung Archiv Datum: Sonntag, 04.05.2003 Bibelstelle: 1.Samuel 1,19-28; 2,1-10 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Eine Zeit der Freude 1.Samuel 1,24-28 19 Und am andern Morgen machten sie sich früh auf. Und als sie angebetet hatten vor dem HERRN, kehrten sie wieder um und kamen heim nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau, und der HERR gedachte an sie. 20 Und Hanna ward schwanger; und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn und nannte ihn Samuel; denn, so sprach sie, ich hab ihn von dem HERRN erbeten. 21 Und als der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, um das jährliche Opfer dem HERRN zu opfern und sein Gelübde zu erfüllen, 22 zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der Knabe entwöhnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheine und dort für immer bleibe. 23 Ihr Mann Elkana sprach zu ihr: So tu, wie dir's gefällt! Bleib, bis du ihn entwöhnt hast; der HERR aber bestätige, was er geredet hat. So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. 24 Nachdem sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo, dazu einen dreijährigen Stier, einen Scheffel Mehl und einen Krug Wein, und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Knabe war aber noch jung. 25 Und sie schlachteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli. 26 Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr: Ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten. 27 Um diesen Knaben bat ich. Nun hat der HERR mir die Bitte erfüllt, die ich an ihn gerichtet hatte. 28 Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom HERRN erbeten ist. Und sie beteten dort den HERRN an. 1.Samuel 2,1-10 1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem HERRN, mein Haupt ist erhöht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils. 2 Es ist niemand heilig wie der HERR, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist. 3 Lasst euer großes Rühmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen. 4 Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke. 5 Die da satt waren, müssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr. Die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin. 6 Der HERR tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. 7 Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. 8 Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt. 9 Er wird behüten die Füße seiner Heiligen, aber die Gottlosen sollen zunichte werden in Finsternis; denn viel Macht hilft doch niemand. 10 Die mit dem HERRN hadern, sollen zugrunde gehen. Der Höchste im Himmel wird sie zerschmettern, der HERR wird richten der Welt Enden. Er wird Macht geben seinem Könige und erhöhen das Haupt seines Gesalbten. »Um diesen Knaben bat ich. Nun hat der Herr mir die Bitte erfüllt . . . Darum gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Leben lang . . . « »Zum Herrn rief ich in meiner Not, und er erhörte mich« (Ps. 120, 1). Samuel wuchs zunächst unter der Obhut seiner Mutter auf. Sie war eine Frau, die Gott liebte und ihm vertraute. Sie sagte jetzt nicht: Dieser Sohn ist meine »Gebetserhörung«, sondern: Er ist eine Gabe Gottes. Dem Herrn soll er gehören und ihm sein ganzes Leben lang dienen. Hanna wusste, dass Samuel ihr von Gott anvertraut war. Sie wird sich sehr bemüht haben, ihren Sohn so zu erziehen, dass auch er den lebendigen Gott Israels lieb gewann. (Lies Ps. 116, 1. 2; 18, 2. 3; Joh.21, 15-17.) Samuel lebte nach seiner Geburt etwa drei bis fünf Jahre bei seiner Mutter. Es war eine frohe und glückliche Zeit. Dann kam der Tag des Abschieds, und die Eltern überliessen ihren Jungen dem Priester Eli in Silo. War jetzt die Zeit der Freude für Hanna vorbei? Keineswegs. Das bezeugt ihr Gebet: »Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn.« Diese Mutter beanspruchte ihr Kind nicht als ihr persönliches Eigentum. Darum konnte sie Samuel loslassen. Denn sie hatte gelernt, Gott ohne »Wenn und Aber« zu vertrauen. Auch wenn sie ihren Sohn der Obhut Elis anvertraute, hatte sie ihr Kind im Grunde nicht Menschenhänden überlassen, sondern bewusst Gott übergeben. Hanna wusste den kleinen Samuel in der guten Hand Gottes und in seinen Dienst am Heiligtum gestellt. Dort war er bestens aufgehoben. Der Herr selbst würde ihn bewahren und segnen und zum Dienst bevollmächtigen. (Lies Ps. 20,7; 31, 6; 37, 23.24; 63, 9.) Mit dieser Gewissheit des Glaubens im Herzen liess Hanna ihren Sohn in Silo zurück. Durch die Gnade Gottes hatte sie erkannt: Nicht das, was ich unter allen Umständen festhalten will, macht mich glücklich und zufrieden. Erfüllung und Segen bringt, was ich aus Liebe zu Gott tue oder lasse.
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