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Datum: Donnerstag, 08.05.2003
Bibelstelle: 1. Samuel 3,1-3; Psalm 28,1.2
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott will mit jedem Menschen ins Gespräch kommen



1.Samuel 3,1-3

1 Und zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten, und es gab kaum noch Offenbarung. 2 Und es begab sich zur selben Zeit, dass Eli lag an seinem Ort und seine Augen hatten angefangen, schwach zu werden, sodass er nicht mehr sehen konnte. 3 Die Lampe Gottes war noch nicht verloschen. Und Samuel hatte sich gelegt im Heiligtum des HERRN, wo die Lade Gottes war.



Psalter

28,1 Von David. Wenn ich rufe zu dir, HERR, mein Fels, so schweige doch nicht, daß ich nicht, wenn du schweigst, gleich werde denen, die in die Grube fahren.

28,2 Höre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine Hände aufhebe zu deinem heiligen Tempel.



»Und der junge Samuel diente dem Herrn vor Eli. Und das Wort des Herrn war selten in jenen Tagen.« – Wie konnte es so weit kommen, dass im Heiligtum Gottes seine Stimme nicht mehr gehört wurde? Der Priester Eli nahm dieses Schweigen offenbar hin und unternahm nichts, den lebendigen Gott Israels zu suchen, ihn um Vergebung anzuflehen, obwohl ein Mann Gottes ihn deutlich gewarnt hatte (1. Sam. 2, 27-36). Nun war Eli sehr alt, müde und blind geworden, unfähig, das Treiben seiner Söhne zu unterbinden. Das Heiligtum verkam zu einem Ort, an dem weder nach Gott verlangt noch an ihn gedacht und nicht mit ihm gerechnet wurde. In dieser gottlosen Atmosphäre versah Samuel seine tägliche Arbeit und befolgte die Anweisungen Elis. Er »diente dem Herrn«; er tat alles mit ganzer Treue und Hingabe. (Lies Kol.3,17.23. 24.) Aber das Reden des Herrn kannte auch er nicht. Sicher wusste er von Mose, mit dem Gott wie mit einem Freund geredet hatte. Doch das war damals, und die Zeiten hatten sich geändert! »Das Wort des Herrn war selten . . . « Vielen Menschen in unserer Zeit geht es im Umgang mit der Bibel nicht anders. Das Wort Gottes sagt ihnen nichts. Es redet nicht zu ihnen. Ist die Bibel eben doch ein Buch mit sieben Siegeln? Spricht Gott nicht mehr mit uns? Hat er sich zurückgezogen und in Schweigen gehüllt? Er hätte sicher viele Gründe, uns fallen zu lassen. Aber er liebt uns. Er möchte sehr gern mit uns ins Gespräch kommen und mit uns im Gespräch bleiben. Wollen wir das auch? Selbst wenn einer von Gott den Eindruck hat, dass er schweigt, lässt er sich dennoch mit einer kleinen, aufrichtigen Bitte zum Reden, zum Gespräch bewegen. »Wenn ich zu dir rufe, Herr, mein Fels, so schweige doch nicht . . . Höre die Stimme meines Flehens.« (Lies 2.Mose 2,23.24; 17,3-5; Ps.34,7; Jes.55,6; Luk.11,10; Apg.17,27.)







 

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