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nächsten Text: Religiöse Übungen führen nicht zum Sieg vorherigen Text: Gott kennt den Weg Seiner Kinder, aber der Gottlosen Weg vergeht Archiv Datum: Montag, 12.05.2003 Bibelstelle: 1.Samuel 4,3-5; 2.Mose 25,17-22 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Religiöse Übungen bringen keinen Segen 1.Samuel 4,3-5 3 Und als das Volk ins Lager kam, sprachen die Ältesten Israels: Warum hat uns der HERR heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Lade des Bundes des HERRN zu uns holen von Silo und lasst sie mit uns ziehen, damit er uns errette aus der Hand unserer Feinde. 4 Da sandte das Volk nach Silo und ließ von dort holen die Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der über den Cherubim thront. Es waren aber die beiden Söhne Elis bei der Lade des Bundes Gottes, Hofni und Pinhas. 5 Und als die Lade des Bundes des HERRN in das Lager kam, jauchzte ganz Israel mit gewaltigem Jauchzen, sodass die Erde erdröhnte. 2.Mose 25,17-22 17 Laß eine Deckplatte aus reinem Gold für den Kasten gießen, eineinviertel Meter lang und einen dreiviertel Meter breit. 18-19 Dann sollen zwei Engelfiguren aus massivem Gold geschmiedet werden, die an den beiden Enden der Deckplatte stehen. Die Platte und die beiden Engel sollen aus einem Stück gearbeitet sein. 20 Die Engel breiten ihre Flügel nach oben aus und beschirmen die Deckplatte, die Gesichter sind einander zugewandt und ihre Augen auf die Platte gerichtet. 21 Die Deckplatte soll die Bundeslade verschließen, in der die beiden Steintafeln mit den Geboten liegen, die ich dir geben werde. 22 An dieser Stelle, über der Bundeslade zwischen den beiden Cherub-Engeln, will ich mich dir offenbaren und dir alles sagen, was du den Israeliten weitergeben sollst." »Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern geschlagen?« Die Ältesten Israels hatten eine schnelle Lösung: Das Herzstück der Stiftshütte, die Bundeslade, der »Thron Gottes«, sollte ins Heerlager geholt werden. Man dachte: Haben wir die Lade bei uns, dann haben wir Gott bei uns. Haben wir Gott, dann haben wir Sieg. Ein guter Gedanke? Das schreckliche Ergebnis des Unternehmens spricht für sich. Wo lag der Knackpunkt? Wir finden ihn, wenn wir nach der ursprünglichen Bestimmung der Bundeslade fragen. Die Bundeslade mit Standort im Allerheiligsten der irdischen »Wohnung« Gottes war das Lebenszentrum der alttestamentlichen Gemeinde. Hier lagen die Zehn Gebote. Hier gab es Orientierung und, was das Grösste war, hier wurde die Sünde entschärft. Hier gab es eine umfassende und vollwertige Versöhnung mit Gott. Hier wurde das todbringende Gerichtsurteil Gottes über den Sünder in pure Begnadigung des Sünders verwandelt, weil Gott das Blut des Sühnopfers zur Versöhnung mit ihm anerkannte (3.Mose 16, 15-17). Das geschah einmal im Jahr am höchsten Festtag in Israel, am grossen Versöhnungstag. All die vielen anderen Opfer, die sonst zum Heiligtum gebracht wurden, waren im Grunde durch die Generalbereinigung am grossen Versöhnungstag beglaubigt. Was aber, wenn das Glaubensleben zum religiösen Ritus erstarrt? Dieser Gefahr war das Volk Gottes jetzt erlegen. Israel hatte die Bundeslade gewissermassen zum Talisman, zum Glücksbringer gegen das Unheil entwertet. Doch darüber starb die lebendige Beziehung zu Gott. Heute will ich mich vom Wort Gottes fragen lassen: Gibt es in meinem Leben einen Versöhnungstag mit Gott? Oder ist die Beziehung zu ihm blockiert? Niemand muss von Unversöhnlichkeiten und Irrtümern umklammert bleiben. Worin auch immer meine persönliche Not oder Schuld besteht, wir haben einen einzigartigen »Gnadenthron« (Röm. 3,25). »Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben« (Hebr. 4,16; 9,26b-28; Kol.1,20).
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