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Nächste Andacht: Gott handelt sorgfältig und gezielt Vorige Andacht: An Jesus Christus vorbei gibt es keine Rettung, kein Heil und keinen Frieden Andachtarchiv Aidlinger Bibellese Datum: Mittwoch, 21.05.2003 Bibelstelle: Epheser 3,8-21 Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut.Hentschel@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org) Thema: Unausforschlicher Reichtum Epheserbrief 3,8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 3,9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluß ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 3,10 damit jetzt kund werde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde. 3,11 Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, 3,12 durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. 3,13 Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet wegen der Bedrängnisse, die ich für euch erleide, die für euch eine Ehre sind. 3,14 Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 3,15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, 3,16 daß er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, 3,17 daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet seid. 3,18 So könnt ihr mit allen Heiligen begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist, 3,19 auch die Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übertrifft, damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle. 3,20 Dem aber, der überschwenglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, 3,21 dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Was ist Reichtum? Der eine sagt: Reichtum ist, wenn man sich zwei Autos leisten kann. Der andere sagt: Reichtum ist, wenn man gesund ist. Der Kinderreiche sagt: Reichtum ist, wenn meine Kinder auf dem richtigen Weg gehen. Die Bibel sagt uns: Reichtum ist, wenn wir wie viele andere Christen die Liebe Christi begreifen, die alle Erkenntnis übertrifft und mit der ganzen Gottesfülle erfüllt werden. Folgende Geschichte spielte sich kürzlich in der Karpatho-Ukraine ab. Einer unserer Missionare besuchte ein Dorf von Roma. Diese Menschen leben in überaus ärmlichen Verhältnissen. In provisorischen Holzhütten und in Höhlen ziehen sie ihre Kinder auf, die wiederum mit ihren Tellern von Kochstelle zu Kochstelle gehen in der Hoffnung, etwas zu essen zu bekommen. Die Missionsarbeit, die vor 100 Jahren dort begonnen hat, hat Frucht getragen, denn viele dieser Roma sind Christen geworden und leben ein Leben in der Ehrfurcht zu Gott und in der Liebe zu ihren Mitmenschen. Unser Missionar sieht die Armut dieser Menschen. Die abgerissene Kleidung, die primitiven hygienischen Verhältnisse. Diese unvorstellbare Situation des Schmutzes und Elends treibt ihm die Tränen in die Augen. Dass unsere Geschwister in Christus so leben müssen! Und in seinem Kopf spult ein Programm ab: Wie kann ich helfen? Hilfe zur Selbsthilfe? Brauchen sie Geld? Vielleicht kann man einen alten Traktor organisieren? Es ist Abend. Gottesdienstzeit. Die Menschen singen mit Inbrunst zum HERRN. Sie beten, wie andere Christen irgendwo in der Welt auch. Nichts weltbewegendes. Aber es ist eine schöne, fast familiäre Atmosphäre. Ja, hier ist man wirklich unter Geschwistern. Auch unser Missionar wird wie ein Familienmitglied begrüßt. Alle sind froh. Auch unser Missionar. Oder denkt er: Was werden diese armen Geschwister von mir erwarten? Wie kann ich ihnen nur helfen? Dieser Gedanke zermartert seinen Kopf den ganzen Gottesdienst über. Am Schluss des Gottesdienstes geht ein Hut herum. Erstaunlich: Viele dieser armen Geschwister legen tatsächlich etwas hinein. Wie können sie nur, sie haben doch selbst fast nichts? Der Gottesdienst ist vorüber. Der Gemeindeleiter tritt zu unserem Missionar. Er hat die Kollekte in der Hand. Alle haben etwas gegeben. Es ist umgerechnet ungefähr ein Euro. Der Gemeindeleiter gibt unserem überraschten Missionar diesen Betrag und sagt: Lieber Bruder. Du kommst ja viel in der Welt herum. Bestimmt gibt es irgendwo einen Ort, wo Brüder leben, die noch ärmer sind als wir. Bitte, gib ihnen dieses Geld. Der Missionar weint. Was für ein Reichtum in Christus haben diese Geschwister! Und wie arm sind doch wir Reichen in Westeuropa. Preis dem HERRN für dieses Beispiel. Preis sei IHM, dass wir diese Geschichte kennen und weiter erzählen dürfen. Gott schreibt auch heute noch Geschichte durch das Leben seiner Kinder. Wer möchte nicht so ein Brief Christi werden?
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