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Datum: Donnerstag, 22.05.2003
Bibelstelle: Markus 1,2.3
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott handelt sorgfältig und gezielt



Markus-Evangelium

1,2 Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja: «Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bereiten soll.»

1,3 «Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben!» (Maleachi 3,1; Jesaja 40,3):



Gott handelt sorgfältig und gezielt

Bei Markus fällt auf, dass er sein Evangelium ohne »Vorgeschichte« des Messias eröffnet hat. Auch die Informationen zu Johannes dem Täufer bringt er knapp und prägnant auf den Punkt. Offenbar steuert der Evangelist im Steilflug auf den Höhepunkt zu: auf Person und Sendung Jesu Christi. Schauen wir uns nun die grossen Linien an, die zu Jesus führen. Der »Anfang des Evangeliums« gilt als langfristig vorbereitet. Wenn Gott handelt, fällt er nicht mit der Tür ins Haus. Gewiss kann er unerwartet und überraschend zur Tat schreiten. Und doch kennzeichnet sein Wirken weder Laune noch Improvisation, sondern planvolles und sorgfältiges Tun, das in seiner Liebe und Treue wurzelt. »Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja . . . «, so geschieht es jetzt: Johannes trat auf (V. 2. 4). Gottes Taten springen uns nicht raubtierartig an, sie stehen längst in seinem guten Wort. Weit über die Verkündigung Jesajas hinausgehend, hatte er die Christusgeschichte in der Israelgeschichte vorbereitet. (Vgl. 1. Mose 12, 2 mit Gal. 3, 14.) Wir müssen nur offene Augen (»Siehe, ich ... «, V. 2) für Gottes Vorsorge bekommen. Das Alte und das Neue Testament bilden eine Einheit auf Christus hin. Im Alten Testament sehen wir Christus verborgen, verhüllt (Luk.24,25-27; Joh. 5,39). Im Neuen Testament sehen wir Christus enthüllt – geoffenbart als Fleisch gewordenes Wort (Joh.1,14). Lücken und (scheinbare) Widersprüche im biblischen Kanon haben ihren Grund in menschlicher Unkenntnis, aber niemals im Wort, im Wesen und Wirken Gottes. Wenn Gott selbst heilig, gerecht und gut ist, dann auch sein Wort (Röm. 7,12; Ps. 12,7). Darum darf ich mich, auch wenn ich nicht alles verstehe, vorbehaltlos diesem herrlichen Gotteswort anvertrauen und dem Herrn die Erfüllung seines Wortes zutrauen. Welche Qualität hat die Bibel für uns – in unserem Denken und Leben? Hilfreiche Impulse: Psalm 19,8-15; Matthäus 4,4; 2. Timotheus 3,15-17. Fragen wir uns selbst: Gibt es bei mir persönliche Glaubenserfahrungen, die bestätigen, dass Gott sein Wort erfüllt?







 

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