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nächsten Text: Das Morgenrot der Welterlösung vorherigen Text: Lehre und Logik der Schrift prägen das Leben des Wegbereiters Archiv Datum: Samstag, 24.05.2003 Bibelstelle: Markus 1,3; Jesaja 35,1-10 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Der grosse Umschwung begann in der Wüste Markus-Evangelium 1,3 «Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige eben!» (Maleachi 3,1; Jesaja 40,3): Jesaja 35,1 Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. 35,2 Sie wird blühen und jubeln in aller Lust und Freude. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon. Sie sehen die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unsres Gottes. 35,3 Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! 35,4 Saget den verzagten Herzen: «Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.» 35,5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden. 35,6 Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. 35,7 Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen. 35,8 Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren. 35,9 Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. 35,10 Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Schauen wir uns den Ort der Verkündigungsarbeit des Johannes an! Der Begriff »Wüste« (V. 3. 4) meint hier nicht die unbewohnbare, wasserlose, dürre Sandwüste, sondern den Steppengürtel, der den Übergang zur wasserlosen Sandwüste bildet. Sie besteht aus einem wild zerklüfteten Kalksteingebiet mit schwacher Humusschicht und dürftiger Pflanzenwelt. Johannes lebte und wirkte in diesen einsamen, kargen und nicht ungefährlichen Wüstengebieten. Warum ausgerechnet hier? Die Wüste galt zwar von jeher als Ort der Bedrohung (5. Mose 8,15; Mark. 1,12.13), des Gerichts (4. Mose 32,13) und der Prüfung (5.Mose 8,2), besonders aber als ein Ort intensiver Gottesbegegnung (2.Mose 3,1ff; 5,1; 19,2-6; 4. Mose 1,1; Gal. 1,17), wunderbarer Bewahrung, Versorgung und Segnung (4.Mose 24,1ff; 5.Mose 2,7; 32,10; Neh.9,21) und als ein Ort der Neuanfänge (Jes. 40,3; Hos. 2,16-25). Kein Wunder also, dass die messianischen Erneuerungsbewegungen gerade in der Wüste ansetzten (vgl. Matth. 24,26; Apg. 21,38). Man erwartete von dort den Messias und mit ihm die grosse Wende, die Aufrichtung der Gottesherrschaft. Wir in Europa sind nicht in Steppen und Wüsten zu Hause, aber haben wir nicht auch unsere moderne Wüste? Die Öde und Einsamkeit einer schweren Lebensführung, die Durststrecken in Ehe, Familie und Gemeindearbeit, die »Hitze- und Kältewellen« am Arbeitsplatz, die steinigen und farblosen Wege des Glaubens, die Steppe der Fehlentscheidungen und Fehltritte. Und doch: Jede Wüste birgt eine Verheissung. An welchem Ort, in welcher Verfassung auch immer ich sein mag, das grosse Jawort Gottes gilt mir: »Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es nicht? Ja, ich lege durch die Wüste einen Weg, Ströme durch die Einöde ...; das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen« (Jes.43,19-21; lies 1. Petr. 2,9).
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