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nächsten Text: Der überirdische Himmel ist eine lebendige Wirklichkeit vorherigen Text: Wassertaufe und Geistestaufe Archiv Datum: Dienstag, 27.05.2003 Bibelstelle: Markus 1,9-11; Jesaja 53,6-12 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Jesus ist der Sündenträger von Anfang an Markus-Evangelium 1,9 Und es begab sich zu der Zeit, daß Jesus aus Nazareth in Galiläa kam und ließ sich taufen von Johannes im Jordan. 1,10 Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, daß sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn. 1,11 Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Jesaja 53,6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 53,7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. 53,8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. 53,9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist. 53,10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen. 53,11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. 53,12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten. Was sich nun unter der »Kanzel« und am »Taufbecken« des Johannes mitten unter bussfertigen Sündern ereignet, lässt einem den Atem stocken. Die feierliche Einleitung »Und es begab sich in jenen Tagen« weist auf ein besonderes Ereignis hin. Der angekündigte »Herr« (V. 3) von überlegener »Stärke« (V. 7), der »Geisttäufer«, kommt zu Johannes in die Wüste. Doch die Kennzeichnung des Angekündigten ist zunächst höchst merkwürdig: Er wird hier einfach als »Jesus« vorgestellt. »Das war damals ein gewöhnlicher Modename. In jüdischen Familien lebten Jesusse dutzendweise« (A. Pohl). Sein Heimatort Nazareth, ein hübsches, aber bedeutungsloses Dorf (Joh.1,46), wird im Alten Testament nicht erwähnt und bedarf offenbar der Orientierungshilfe »in Galiläa«. Der Begriff »Galiläa« ist hebräische Kurzform und bedeutet »Bezirk der Heiden«. Es ist ein Gebiet, besiedelt mit einem bunten Völkergemisch, gebeutelt von endlosen sozialen, politischen und religiösen Unruhen. (Vgl. Luk.13,1; Apg.5,37.) Aus Jerusalemer Sicht galten die Galiläer als »Juden minderen Ranges« (M. Metzger). Kein frommer Jude erwartete aus Galiläa weder einen Propheten noch den Messias (Joh. 7,41.52). Aus dieser Gegend also kam Jesus im Strom der Pilger zu Johannes an den Jordan. Wie ein Herr Jedermann reiht sich der ewige Herr in die Bussbewegung ein. So knapp der Evangelist Markus berichtet, so kompakt ist die Tatsache: Jesus, der einzige Mensch, der dem Willen Gottes in allem entspricht, tritt unter die busswilligen Sünder. Indem Jesus zur Taufe hinabsteigt, gibt er Gott sein rundes Ja, sich für uns zur Sünde machen zu lassen, »damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm« (2.Kor. 5, 21). So vorbehaltlos liebt er uns, dass er von Anfang an bereit ist, den steilen, schweren Weg zu unsrer Rettung zu betreten und zu gehen. (Lies Joh.1,29; 1. Petr.2,22-24.)
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