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nächsten Text: Errettet um zu dienen vorherigen Text: Das wars So beurteilt Jesus ein Menschenleben Archiv Datum: Montag, 30.06.2003 Bibelstelle: 1.Petrus 1,3-7 Autor: Hellmut Hentschel (Hellmut.Hentschel@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org) Thema: Wie Gott mir, so ich dir 1.Petrusbrief 1,3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 1,4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, 1,5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit. 1,6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, 1,7 damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, das durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Im 2. Petrusbrief 1,4 lesen wir, dass wir Teilhaber der göttlichen Natur sind, wenn wir mit Jesus Christus leben. Das bedeutet doch nichts anderes, als dass Gott Seine Christen an Seine Hand nimmt und deren frühere Lebens-Massstäbe radikal verändern möchte. Wenn bei der Bekehrung das Leben Gottes in die Seele kommt, dann wird es ganz natürlich einen Wandel in jedem Bereich unseres Lebens geben. Die Massstäbe dieser Welt sind sehr einfach umrissen: Die Lüge oftmals wird sie umschrieben mit dem Wort Unwahrheit und seit kurzem höre ich, wenn jemand der Lüge bezichtigt wird, dass noch schöner gesagt wird: Er hatte eine andere Wahrnehmung ist das größte Problem der Menschheit. Menschen, die keinen Gott mehr über sich wahrnehmen und ihn einfach nicht mehr akzeptieren wollen, können sich sehr frei bewegen. Da hat jetzt eine Kneipe in Berlin eröffnet, die den Namen Wahlkreis trägt. Da kann sich also jetzt ein Abgeordneter nach Feierabend einen Schluck genehmigen und dann seiner Frau wahrheitsgemäß sagen, dass er noch im Wahlkreis beschäftigt gewesen ist. Vielleicht hast er sogar Nichts getrunken. Also, diesen Schnaps, der mindestens 40% Alkohol enthält und der diesen Namen trägt. Eine perfekte Lüge. Ob nicht das Problem unseres Finanzministers auch kleiner wäre, wenn alle Menschen in Deutschland eine ehrliche Steuererklärung abgeben würden? Vielleicht sind unsere Steuersätze deswegen so hoch, weil natürlich die Ehrlichen mehr zahlen müssen, wenn die mit der anderen Wahrnehmung gleich von vorn herein weniger bezahlen. Oder die Leute, die wie Mann und Frau zusammen leben, aber nicht verheiratet sind, nur damit ein früherer Ehepartner weiterhin die Alimente bezahlt, oder eine Tochter, die mit ihrem Freund zusammenlebt, damit der Papa weiterhin das Kindergeld für seine erwachsene Tochter bekommt. Das ist legitim, aber es ist eine Lüge. Und Lügen machen unseren Staat kaputt. Gott sagt uns in Seinem Wort in Rö. 13: Seid der Obrigkeit untertan. Und das ist kein Selbstzweck. Ich verstehe überhaupt nicht, warum die Leute keine Steuern zahlen wollen, aber sie wollen am liebsten nachts ruhig schlafen, über schöne Straßen fahren, ihre Kinder zur Schule oder zur Universität schicken, ein gutes Krankenhaus haben, wenn sie es brauchen, eine vernünftige Rente bekommen. Das alles wollen sie, aber zahlen, ja zahlen sollen dafür die anderen, aber nicht ich. Ich bin schlau. Wollen wir wirklich so leben? Wollen wir unsere Kinder so erziehen? Ich war mal bei einem Leiter einer Firma zu Besuch. Wir hatten ein gutes Gespräch. Das Telefon klingelte. Er sagte zu seiner fast erwachsenen Tochter: Geh mal ran und sag dass ich nicht da bin. Dann wandte er sich mir zu und sagte: Das mache ich immer so, wenn ich mit wichtigen Leuten ein Gespräch habe. Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, aber ich würde mit einem solchen Mann keine Geschäfte machen. Heute ist er unehrlich zu einem Kunden, morgen vielleicht zu mir. Und, was das Schlimmste ist, er vermittelt seinen Kindern dies als Wert. Wie werden sie sich später verhalten? Als ich ein kleiner Junge war, fand ich mal 100 Mark auf der Straße. Ich brachte den Fund stolz nach Hause und dachte, jetzt habe ich taschengeldmäßig ausgesorgt. Und ich wurde sehr enttäuscht, als meine Mutter sagte: Oh, das ist aber dumm. Morgen wollen wir verreisen, und jetzt müssen wir noch zum Fundbüro, um das Geld abzugeben. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Hatte ICH nicht das Geld gefunden? Gehörte es nicht mir? Meine Mutter sagte: Vielleicht ist es einem alten Menschen aus der Tasche gefallen, als er seine Rente vom Postamt abgeholt hat. Und jetzt vermißt er das Geld, das er nötig zum Leben braucht. Klar, das nagte an meinem Gewissen. Wir gingen also zum Fundbüro, ein Jahr lang meldete sich niemand, und ich bekam dann 83 DM ausbezahlt. Mit den 83 Mark konnte ich gut leben. Wer weiss, ob ich an den 100 Mark Freude gehabt hätte. Ich wußte, dass wir das Richtige getan hatten, und ich bin meiner Mutter bis heute dankbar für diese Lektion. Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, sagte Jesus einmal zu einem Schriftgelehrten, der ihn testen wollte, wie weit es her ist mit seiner Loyalität zum Staat. Aber Jesus fügt hinzu: Aber gebt Gott, was Gott gehört. Was gehört Gott? Nun, Christen glauben, dass Gott ihr Leben gehört. Eigentlich keine große Sache, dies zu bekennen, denn niemand von uns hat ja sein Leben wirklich in der Hand. Ob ich in den nächsten fünf Minuten einen Herzinfarkt bekomme oder von einem Terroristen niedergestreckt werde, habe ich nicht in der Hand. Es liegt vielmehr in Gottes Hand. Also, etwas weg zu geben, was ich ohnehin nicht händeln kann, ist ziemlich leicht. Ein Missionar hat einmal gesagt: Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann um zu bekommen, was er nicht verlieren kann. Dieser Missionar arbeitete unter den Aucas, das sind Kopfjäger. Genauer: Das waren Kopfjäger. Sie töteten diesen Missionar, und durch das liebevolle Zeugnis seiner Frau, die den Mördern vergab und ihnen das Evangelium brachte, bekehrten sich viele Aucas. Der Massstab Jesu bedeutet zum Beispiel Versöhnung anstatt Vergeltung. Der Massstab Jesu bedeutet: Hinfallen ist schlimm, aber liegen bleiben ist schlimmer. Jeder darf wieder aufstehen und mit Gott von Neuem beginnen. Der Massstab Jesu bedeutet nicht das übliche Motto: Wie du mir, so ich dir, sondern er setzt eine neue Regel: Wie Gott mir, so ich dir.
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