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nächsten Text: Der große Gott beruft den »kleinen Mann« vorherigen Text: Der größte Umschwung des Lebens ereignet sich in der Stille Archiv Datum: Donnerstag, 31.07.2003 Bibelstelle: Markus 1,16.19; Psalm 139,1-16 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Das Sehen Gottes ist seine große Wohltat Markus-Evangelium 1,16 Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. 1,19 Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze flickten. Psalm 139,1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, du erforschest mich und kennest mich. 139,2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. 139,3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege. 139,4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüßtest. 139,5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. 139,6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen. 139,7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 139,8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 139,9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 139,10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 139,11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -, 139,12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. 139,13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 139,14 Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 139,15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde. 139,16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war. Als Jesus am See Genezareth entlangging, »sah er Simon und Andreas«. Jedermann, der vorbeikam, konnte die beiden Brüder sehen. Doch jedermann weiß: Zwischen Sehen und Sehen können nicht nur unterschiedliche Aspekte, sondern Welten liegen! Und überhaupt: Was wir nicht sehen wollen, lassen wir erst gar nicht an uns ran! Als jener Reisende auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho hinab überfallen wurde und brutal niedergeschlagen halb tot liegen blieb, kam zufällig ein Priester vorbei. Er sah den Unglücksraben und ging an der entgegengesetzten Seite weiter. Ebenso machte es der Levit, der auch am blutigen Tatort vorbei kam. Schließlich fand ein Samariter den Ausgeraubten. Von ihm sagt Jesus: »Er sah ihn und es jammerte ihn; und er trat hinzu und verband seine Wunden ..., setzte ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn« (Luk.10,33.34). Welch ein Qualitätsunterschied! Wenn Jesus nun den Simon und seinen Bruder Andreas sieht, finden wir auch bei Jesus dieses konzentrierte Sehen, wie er später jenen reichen jungen Mann anschaute: Der Herr »blickte ihn an und liebte ihn« (Mark. 10,21). Jesus fasst Menschen nicht nur ins Auge, sondern auch ins Herz. Und er fasst sie in sein Herz, um sie nie wieder aus den Augen zu verlieren (Mark. 2,14; 6,34; Matth. 9,36; vgl.1. Kön. 22,17). Dieses angereicherte Sehen Gottes, dieser seelsorgerliche Tiefblick des Herrn, ist nichts anderes als seine grundlose, uns erwählende Heilandsliebe. Schon im Alten Testament begegnet uns Gottes sehende und ersehende Liebe, kraft derer er kleine und bekümmerte Leute in sein Herz schließt: 1. Mose 16,13; 2. Mose 3,7.8 und 4,31; 1. Samuel 16,1.7; 2. Könige 20,5. »Auserwählt in Liebe«, so heißt es dann im Neuen Bund (Eph.1,4). Welch ein Geschenk: Vom Höchsten höchstpersönlich erspäht und aus der Anonymität in seine Gnadenwahl hineingenommen! Das Sehen Gottes erwählt uns zum ewigen Heil.
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