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Datum: Sonntag, 31.08.2003
Bibelstelle: Hebräer 1,3; Johannes 1,14.18
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Das Wesen des Sohnes



Hebräerbrief 1

3 In dem Sohn zeigt sich die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, denn er ist ganz und gar Gottes Ebenbild. Sein Wort ist die Kraft, die das Weltall zusammenhält. Durch seinen Tod hat er uns von der Last unserer Schuld befreit und nun den Ehrenplatz an der Seite Gottes eingenommen, dem alle Macht gehört.



Johannes-Evangelium

1,14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

1,15 Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.

1,16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.

1,17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.

1,18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.



»Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens.« Der Sohn hat das Wesen des Vaters und strahlt seine Herrlichkeit wider. Das gilt nicht für seine äußerliche Gestalt, als er auf Erden war. Seine Zeitgenossen nahmen nur einen Menschen wahr. »Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt« (Phil. 2,7). Im Griechischen steht für »Ebenbild« das Wort »charakter«, wörtlich: Abdruck. Jesus ist der Wesensabdruck des Vaters. Er hat denselben Charakter wie sein himmlischer Vater. Wenn wir wissen möchten, wie Gott ist und wie er zu uns steht, dann müssen wir Jesus anschauen. Deshalb konnte er sagen: »Wer mich sieht, der sieht den Vater.« »Ich und der Vater sind eins.« Paulus nennt ihn »das Ebenbild des unsichtbaren Gottes«. Da Jesus in tiefster Verbundenheit mit dem Vater lebte, konnte er uns authentisch Aufschluss über Gottes Wesen geben (Joh. 14,9; 10,30; Kol. 1,15; lies Joh. 12,44.45; 2.Kor. 4,4.6; Kol. 2,9.10).



Im Nicänischen Glaubensbekenntnis (325 n. Chr.), das zur Abwehr von Irrlehren formuliert wurde, ist das Wesen von Jesus treffend zusammengefasst: »Wir glauben an einen Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, den Einziggeborenen, ... wahrhaftiger Gott aus wahrhaftigem Gott, ... wesensgleich mit dem Vater, durch den alles geworden ist ... «



Das unfassbar Wunderbare für uns: Wir sollen Anteil an seinem Wesen haben. Wie Jesus das Bild des Vaters trägt, so sollen wir umgestaltet werden in sein Bild. Der Heilige Geist hat die Aufgabe, uns so zu verändern, damit wir zu Jesus passen. Auf diese Weise erfüllt sich Gottes Plan mit uns, den er schon vor Grundlegung der Welt gefasst hat. Jesus nimmt uns hinein in seine Herrlichkeit und lässt uns teilhaben an ihr. (Lies Joh. 17,22; Röm. 8,29; 1. Kor. 15,48.49; 2.Kor.3,18; Eph.1,4-6; 1. Joh.3,1-3.)







 

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