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Datum: Montag, 15.09.2003
Bibelstelle: Jakobus 1,5; Sprüche 2,1-8
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Wie bekommt man die Weisheit Gottes?



Jakobusbrief

1,5 Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.



Sprüche

2,1 Mein Sohn, wenn du meine Rede annimmst und meine Gebote behältst,

2,2 so daß dein Ohr auf Weisheit achthat, und du dein Herz der Einsicht zuneigst,

2,3 ja, wenn du nach Vernunft rufst und deine Stimme nach Einsicht erhebst,

2,4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschest wie nach Schätzen:

2,5 dann wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.

2,6 Denn der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht.

2,7 Er läßt es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen.

2,8 Er behütet, die recht tun, und bewahrt den Weg seiner Frommen.



Der Weisheits-Begriff bei Jakobus ist kein idealistischer und kein theoretischer Gedanke, sondern ein biblisch-praktischer. Es geht um die Weisheit Gottes. Weisheit ist die von Gott geschenkte »Fähigkeit, sich im Leben mit seinen Schwierigkeiten und Aufgaben auszukennen und in jeder Lage das Gottgewollte zu treffen«.



Martin Luther hat einmal sehr eindrücklich formuliert: »Gottes Weisheit ist nirgends zu finden außer in seinem Wort. Wer das lieb hat, wert hält und immerdar damit umgehet, der ist nicht allein ein erleuchteter von Gott bewährter Doktor über alle anderen Weltweisheiten und Gelehrten, sondern auch ein Richter über alle Weisheit und Lehre, über Teufel und Menschen. Wer umgekehrt Gottes Wort nicht mit Ernst treibet, sondern Menschenlehre und Weisheit folget, sein Leben danach richtet und regieret, der ist und bleibet sein Leben lang ein ungelehriger Schüler in der Schrift. Und wenn er gleich viel davon redet und dichtet und sich deshalb dünken lässt, er sei ein Meister derselben, so verstehet er doch nichts davon, gehet einher, ersoffen in seinen fleischlichen Gedanken, ist verführet und verführet andere.«



Der Weg zur Weisheit Gottes ist nicht kompliziert. Beim Bibellesen darf ich bitten: »Herr, lass mich dein Wort verstehen und richtig anwenden« – im Umgang mit meiner Familie, mit den Kollegen, Nachbarn, Freunden, Geschäftspartnern, Schülern, Mitarbeitern. »Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn« (Ps.143,10). Orientierung finden wir auch, wenn wir überlegen: Wie wurde die Weisheit Gottes im Leben Jesu sichtbar? Das sieht ganz unterschiedlich aus: Lukas 2,41-51; 4,15-22; 6,12.13; Markus 1,35-39; Johannes 2,1-8.







 

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