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Datum: Dienstag, 16.09.2003
Bibelstelle: Jakobus 1,5-8; Matthäus 7,7-11; 1. Johannes 5,14.
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott hört alle unsere Gebete



Jakobusbrief

1,5 Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden.

1,6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird.

1,7 Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde.

1,8 Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen.



Matthäus-Evangelium

7,7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

7,8 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.

7,9 Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete?

7,10 oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete?

7,11 Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!



1.Johannesbrief

5,14 Wir dürfen uns darauf verlassen, daß Gott unser Beten erhört, wenn wir ihn um etwas bitten, was seinem Willen entspricht.

5,15 Und weil Gott solche Gebete ganz gewiß erhört, dürfen wir auch darauf vertrauen, daß er uns gibt, worum wir ihn bitten.



Wer Gott um Weisheit bittet, hat ein Doppeltes zu bedenken:



1. Der Beter beachtet, wie Gott gibt. Gott rechnet die Gaben nicht auf. Er gibt gern und großzügig. Der Urtext spricht von einem Geben ohne eigensüchtige Nebenabsichten und Hintergedanken. Wie berechnend Menschen schenken können, haben seinerzeit die jüdischen Gelehrten zutreffend auf den Punkt gebracht: »Des Narren Geschenk wird dir nicht viel frommen; denn mit einem Auge gibt er, und mit sieben Augen sieht er, was er dafür kriege.« Gott aber ist ganz anders. Er verfügt nicht nur über ein unerschöpfliches und originelles Gaben-Potential, sondern er schenkt sehr gern und sehr gut – großherzig und uneigennützig. So entspricht es seinem Wesen.



2. Der Beter bedenkt, wie er seine Bitten vor Gott bringt. »Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln.« Der Gott vertrauende Mensch ist nicht blauäugig. Er sieht sehr realistisch die Mängel und Nöte. Aber er lässt sich von ihnen nicht umhertreiben, sondern er lässt sich von den Zusagen und der Treue Gottes tragen. »Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn« (Joh.14,13). Der Zweifler jedoch ist ein Getriebener – aufgewühlt und hochgepeitscht wie die Wassermassen des Meeres. Bin ich ein getriebener oder ein getragener Mensch? Der Getragene hängt am Wort Gottes; der Getriebene an den Zuständen, Umständen und Stimmungen seiner Lebenswelt. Niemand muss ein Getriebener bleiben. Wir dürfen und sollen uns immer wieder an das zuverlässige Wort Gottes hängen: Psalm 50,15; 66,5-12; 93,4; Jesaja 43,1-3.16-19; Matthäus 8, 24-27.







 

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