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nächsten Text: Flucht nach vorn vorherigen Text: Das Schlüsselwort: Liebe Archiv Datum: Sonntag, 21.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1,13-15 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Gott ist Licht und gar keine Finsternis ist in IHM Jakobusbrief 1,13 Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 1,14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. 1,15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Kann ein Gott, der das Beste für seine Kinder will und gibt, Menschen zum Bösen verführen? Jakobus sagt entschieden: Nein! Das kann und will Gott nicht tun! Es kann sehr wohl sein, dass wir uns bisweilen mit der alten Frage nach dem Ursprung des Bösen herumschlagen und uns immer wieder fragen: Wie passen Gottes Liebe und Gerechtigkeit zusammen mit all dem Bösen und dem schweren Leid, das geschieht? Wer so fragt, wird von Gott nicht verurteilt. Wir dürfen und sollen unseren Kummer bei Gott herausklagen. So machten es viele Beter der Bibel, zum Beispiel Hiob und Asaf (Hiob 27-31; Psalm 73). Dabei sollen wir im Auge behalten: Die Bibel beantwortet diese bedrängende Frage nach dem Woher und Warum nicht. Martin Luther gibt uns den Rat: »Gottes Wille, seine Weisheit und Allmacht sind unerforschlich; unsere Erschaffung verlangt es, dass wir nicht fragen: Warum? sondern dem gehorchen, der (uns) gebietet.« Es ist ratsam, bei der Warum-Frage nicht stehenzubleiben, sondern mit Jakobus daran festzuhalten: »Gott kann nicht vom Bösen versucht werden«, und er versucht niemanden zum Bösen; denn »Gott ist Licht und gar keine Finsternis ist in ihm« (1. Joh. 1,5). Jakobus nennt Gott den »Vater der Lichter« (Jak. 1,17). Konsequenz: Da Gott in seinem Wesen und Charakter durch und durch gut ist, kann er für die Tragödie »Leid, Krankheit, Sünde und Tod« nicht zur Verantwortung gezogen werden. Umso bemerkenswerter, dass Jakobus jetzt nicht umlenkt auf Satan, den großen Feind Gottes und der Menschen (Jo. 8,44!), sondern den Menschen selbst in die Verantwortung vor Gott stellt. Johannes 15,22, Römer 3,23.24 und 6, 8.11-14 haben mit meiner Verantwortung zu tun.
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