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nächsten Text: Lust zum Guten vorherigen Text: Gott ist Licht und gar keine Finsternis ist in IHM Archiv Datum: Montag, 22.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1, 13-15 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Flucht nach vorn Jakobusbrief 1,13 Niemand sage, wenn er versucht wird, daß er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 1,14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. 1,15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Gott kann Menschen prüfen, testen bis aufs Äußerste (Hiob 1,11 ff; 1. Mose 22,1 ff) , aber Gott verführt niemals einen Menschen zum Bösen. Jakobus zeigt, in enger Verbindung zum Wort Jesu über das Menschenherz (Mark. 7,21-23), dass der Mensch sich selbst als größtes Problem hat. In jedem Menschen gibt es ein merkwürdiges Echo auf Reize von außen und innen. Wie trickreich und teilweise gemein die zeitgenössische Werbung den geheimen Zusammenhang von bewusst gesetzten Impulsen und die dadurch entstehenden Bilder und Bedürfnisse im Menschen ausnützt, bekommen wir deutlich und tragisch zu spüren. Im schlimmsten Fall lässt sich der Mensch von seiner eigenen lustvollen Gier und Leidenschaft »ködern« (so die wörtliche Übersetzung). »Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.« Jakobus sagt eindeutig, dass die Lust selber noch nicht die Tatsünde ist. Im Menschenherzen stehen Wünsche und sehnsuchtsvolles Begehren nicht selten aus dem Vergleichen mit anderen oder aus dem Diktat des Zeitstils entstanden bisweilen Schlange. Das ist schlichtweg Tatsache. Entscheidend wird immer sein, wie wir damit umgehen. Christen haben die großartige Möglichkeit, alles, was sie bewegt, umtreibt und belastet, mit ihrem Herrn zu besprechen und wenn die Versuchung zum Bösen angeklopft hat, Jesus, den siegreichen Überwinder, an die Tür zu schicken. Das geschieht konkret einerseits durch mein Anknüpfen am vollbrachten Sieg Jesu, andererseits durch meine bewusste Abkehr vom verlockenden Köder. Manchmal lautet das Gebot der »Sekunde« allerdings, dass wir die »Flucht nach vorn« antreten (1.Mose 39,1-12; 1.Kor. 6,18; 10,14; 1. Tim. 6,10.11; 2. Tim. 2,22) und blitzschnell ein kräftiges »Nein« zur Sünde aussprechen und ein klares Ja zum Willen Gottes und zur Überwinderkraft des Auferstandenen leben. Dazu Römer 8,1-17.
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