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nächsten Text: Hören, hören, hören und dann mögen wir reden II vorherigen Text: Lust zum Guten Archiv Datum: Mittwoch, 24.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1,19.20 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Hören, hören, hören und dann mögen wir reden I Jakobusbrief 1,19 Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 1,20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Jakobus bespricht mit den Glaubensgefährten, in welch verantwortungsvolle Aufgabe die herrliche Gabe des Wortes Gottes (V. 17.18) stellt. Es geht um das unerlässliche Training, intensiv und sorgfältig zu hören. »Schnell zum Hören«, wie Jakobus formuliert, hat nichts mit der neuzeitlichen Plage akustischer Stress-Vielfalt und pausenloser Höchstgeschwindigkeit zu tun, sondern meint die flinke, flexible Bereitschaft, sich für ein Gegenüber zu öffnen und zuerst aufmerksam zu hören und nicht sofort zu reden. Wer kennt nicht die Gefahr vorschnellen Redens und unwilligen, halbherzigen Zuhörens? Auch Jakobus denkt daran, wie schwer wir zum Hören kommen, weil wir oft randvoll sind mit eigenen Ideen und Gedanken und uns nicht für das zu öffnen wagen, das nicht von uns selber stammt, sondern nur dadurch empfangen werden kann, dass wir hören. »Wenn wir sofort zu reden beginnen, gehorchen wir unserer Eitelkeit, die sich zum Urteil berechtigt hält, und verdrängen mit unserem eigenen Wort das, was uns gegeben ist« (Adolf Schlatter). Was ist uns gegeben? Die Bibel, Gottes wegweisendes Wort: 2. Timotheus 3,14-17; Römer 15,4. Lese ich sie? Wie lese ich? Hektisch und oberflächlich oder planvoll und gründlich? Aufrichtige Christen sind mehr darauf bedacht, zuerst auf Gott zu hören, als darauf, eingebildet, laut und geschwätzig ihre eigenen Ansichten auszuposaunen. Lasst uns auch das hören, was uns nicht passt. Es kann sein, dass wir dem Wahrheitswort der Bibel mit Leidenschaft widerstehen. Denn die Wahrheit hat auch richtende Kraft. Und im Licht dieser Wirklichkeit wird sichtbar, was wir nicht sehen wollen. Dennoch zu hören, bringt Gottes Befreiung und Rettung in unser Leben. (Vgl. Jes.50,4.5; Hebr.3,7.8.)
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