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nächsten Text: Die Heilpflanze Gottes vorherigen Text: Hören, hören, hören und dann mögen wir reden I Archiv Datum: Donnerstag, 25.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1, 19.20 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Hören, hören, hören und dann mögen wir reden II Jakobusbrief 1,19 Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. 1,20 Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist. Was ist uns gegeben? - Übe ich mich darin, eigene Sorgen, Ansichten und Erfahrungen zurück zu stellen und ihm zuzuhören, oder überflute ich ihn mit einem Wörter-Meer gut gemeinter Ratschläge oder stur angewendeter Vorschriften? »Unsere Eigenliebe, die nur unseren eigenen Besitz kennt und schätzt, macht, dass wir bloß reden können, und macht dadurch die Gemeinschaft unmöglich« (A. Schlatter). Der hörfähige Christ macht den gemeinschaftsfähigen Christen. Wie viele Missverständnisse und Ärgernisse gibt es in der Christengemeinde, weil nicht wirklich und richtig gehört wird! Jakobus rät: »Sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.« Die Formulierung »langsam zum Zorn« lässt erkennen, dass es bestimmte Gelegenheiten geben kann, in denen Zorn angebracht ist. (Vgl. 2.Mose 32,19.20; 1.Sam.15,10.11; Joh. 2,13-17.) Die Schwierigkeit besteht für uns aber darin, den jeweiligen »Fall«, der unseren Zorn angeblich verdient hat, wirklich gerecht zu beurteilen und zu handhaben. Nichts anderes fügt Jakobus als Begründung hinzu: »Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.« Die Bibel belegt dies mit eindrücklichen Beispielen (2. Mose 2,11-15; 4. Mose 20,7-13; 1. Mose 34,25-31) und ermahnt uns vielfältig zu Geduld, Vergebungsbereitschaft und Liebe: Galater 5,16-20.22; Kolosser 3, 8-10; Epheser 4,26.27.30-32. Was wir im Ton wahrhaftiger Liebe sagen, hat mehr Gewicht als alles, was im scharfen Ton des Zorns gesprochen wird. Allein das Kreuz Christi und nicht der Mensch neben und bei uns darf unser »Blitzableiter« sein. Aggressive Wut, auf sich selbst oder andere gerichtet, beschädigt die Gesundheit und unsere Beziehungen. Darum der gute Rat fürs Leben: flink und sorgfältig hören, zurückhaltend und ausgewogen reden, langsam und leise zürnen (Ps.37,8).
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