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nächsten Text: Christen sind eine lebendige Bibel I vorherigen Text: Hören, hören, hören und dann mögen wir reden II Archiv Datum: Freitag, 26.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1,21; 1. Petrus 2,1-3 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Die Heilpflanze Gottes Jakobusbrief 1,21 Darum legt ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmt das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzt ist und Kraft hat, eure Seelen selig zu machen. 1.Petrusbrief 2,1 So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede 2,2 und seid begierig nach der vernünftigen lauteren Milch wie die neugeborenen Kindlein, damit ihr durch sie zunehmt zu eurem Heil, 2,3 da ihr ja geschmeckt habt, daß der Herr freundlich ist. Zur Aufgabe rechten Hörens und Redens gehört die Übung, »alle Unsauberkeit und die viele Schlechtigkeit« abzulegen. Jakobus formuliert bildhaft: Wie schmutzige Kleider ausgezogen werden, so sollen Christen sich von allen Verunreinigungen freimachen. Das griechische Wort für »Schmutz, Unsauberkeit« ist verwandt mit einem Ausdruck, der als medizinischer Begriff das »Wachs in den Ohren« bezeichnet. Wenn sich Wachs in den Ohren ansammelt, kann der Mensch taub werden. So können auch die Sünden den Menschen taub gegenüber Gott machen. Dann ginge es darum, alles herauszugeben und loszulassen, was den Christen hindert, auf die Wahrheit des Wortes Gottes zu hören. Mit einem zweiten Begriff, »die Fülle der Bosheit«, spricht Jakobus von der Sünde als einem krebsartigen Geschwür, das behandelt werden muss. Mit 1. Johannes 1, 9 bietet der göttliche Arzt seinen sündenkranken Patienten eine notwendige und wirksame Therapie an. (Vgl. Luk. 15,21; 18,13.14; Spr. 28,13; Ps.32,1-5.) Neben dem Bekenntnis und Loslassen der Sünde nennt Jakobus das eigentliche, Leben rettende und Leben stärkende Mittel: Die »Heilpflanze« des göttlichen Wortes (Ps. 107,20; 2. Kön. 20,5; Matth. 8,8-10; 9,2-7; Luk. 23,43; Apg. 16,31-34; Röm. 1,16; 1. Kor. 1,18.21). Das in Herz und Leben gepflanzte Wort Gottes soll der Glaubende »mit Sanftmut« annehmen. Sanftmut ist nicht säuselnde Unterwürfigkeit, sondern die warme Entschlossenheit, dieser einzigartigen »Heilpflanze« den nötigen Lebens- und Entfaltungsraum einzurichten und zu erhalten. (Vgl. Mark.4,2-9.14-20.)
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