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nächsten Text: Christen sind eine lebendige Bibel II vorherigen Text: Die Heilpflanze Gottes Archiv Datum: Samstag, 27.09.2003 Bibelstelle: Jakobus 1,22-24; 1. Johannes 2,3-6 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Christen sind eine lebendige Bibel I Jakobusbrief 1,22 Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst. 1,23 Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut; 1,24 denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergißt von Stund an, wie er aussah. 1.Johannesbrief 2 3 Daß wir nun Gottes Gebote halten, ist der Beweis dafür, daß wir Gott kennen. 4 Sollte allerdings jemand behaupten: "Ich kenne Gott", seinen Geboten aber trotzdem nicht gehorchen, so ist er ein Lügner, der Christus gar nicht kennt. 5 Doch wer sich an Gottes Wort hält und danach lebt, an dem zeigt sich Gottes ganze Liebe. Daran ist zu erkennen, ob wir wirklich Christen sind. 6 Wer von sich sagt, daß er zu Christus gehört, der soll auch so leben, wie Christus gelebt hat. So wichtig das Hören auf Gottes gutes Wort ist, so entscheidend ist die gezielte Übertragung des gehörten und gelesenen Wortes ins praktische Leben. Gottes Wort ist Tatwort. Jakobus greift auf die Jesus-Lehre zurück, wenn er kristallklar darauf hinweist: Der Nur-Hörer ist ein Selbstbetrüger. (Vgl. Matth. 7,24-27; Luk. 8,21; 10,37.) Worin besteht der Selbstbetrug? Jakobus wählt für den gelebten Selbstbetrug ein denkwürdiges Gleichnis: Ein Spiegel verfehlt seinen Zweck, wenn ich reinschaue und »selbstvergessen« zur Tagesordnung übergehe. Wozu brauche ich dann einen Spiegel, obwohl ich ihn eigentlich brauche?! Die Bibel verfehlt ihren Zweck, wenn ich reinschaue, »sehe« und verstehe, was mit mir los ist, aber es einfach »vergesse«; dann muss ich auch keine Veränderungen vornehmen. In der Tat, die Wahrheit im Spiegel des Wortes Gottes zu erkennen kostet Sorgfalt und Zeit, sich dieser Wahrheit zu stellen braucht Mut, und Wahrheit Gottes leben zu lernen kostet Überwindung. Aber der Gewinn ist durch nichts zu ersetzen: Der Blick in den Spiegel des Wortes Gottes ist ja nicht nur peinlich für uns, wenn wir die Macken und Kanten bei uns entdecken, es wird vor allem herrlich für uns, weil im Spiegel die Herrlichkeit Christi in unser Leben kommt und »wir werden verwandelt in sein Bild« (2. Kor. 3,18). Seine Schönheit legt einen stillen und strahlenden Hauch von Ewigkeit auf unser Leben, und all unsere Hässlichkeiten, all die kleinen und großen Mängel werden einfach bedeckt vom »Überstrom seiner Gnade« (Röm. 5,17 nach dem Urtext). Denn bei Christus gehören Wahrheit und Gnade untrennbar zusammen: Johannes 1,14.17. (Vgl. 2. Mose 33,19; 34,6; Ps.92,3; 100,5.)
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