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Datum: Sonntag, 28.09.2003
Bibelstelle: Jakobus 1,25; Lukas 11,28
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Christen sind eine lebendige Bibel II



Jakobusbrief

1,25 Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat.



Lukas-Evangelium

11,28 Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.



Jakobus hält es für unverzichtbar, dass lebendige Christen sich aufmerksam und sorgfältig in ihre Bibel vertiefen. Er bezeichnet sie als »das vollkommene Gesetz der Freiheit«. Drei Gründe sprechen für die Vollkommenheit des Gesetzes:



a. Es ist das Gesetz Gottes, das er selbst geoffenbart und geschenkt hat. Der vollkommene Gott setzt den vollkommenen Maßstab (Ps.19, 8-10).



b. Das Gesetz ist inhaltlich fehlerfrei (Ps. 12,7; Röm. 7,12; 1. Tim. 1,8) und in seinem Kern unüberbietbar. Ein größeres Gesetz als das Gesetz der Liebe gibt es nicht (Matth. 22,35-40).



c. Das Gesetz ist durch Jesus Christus vollkommen erfüllt: Matthäus 5,17. Kein Mensch war und ist von Hause aus in der Lage, den Willen Gottes zu tun. Im Gegenteil: Der göttliche Maßstab offenbart die menschliche Maßstablosigkeit, – das Gesetz Gottes die Gesetzlosigkeit des Menschen, – die göttliche Liebe die menschliche Lieblosigkeit.



An dieser Stelle wird jetzt deutlich, was Jakobus mit dem scheinbar widersprüchlichen Ausdruck »Gesetz der Freiheit« meint: Der Mensch, der Gottes Willen tun, sein Gesetz ernst nehmen und erfüllen will, braucht die Befreiung von der Gesetzlosigkeit, von der Lieblosigkeit und Sündenverhaftung. Der Mensch braucht Jesus, der die Befreiung von der Sündenschuld gebracht (Joh.8,36; Röm. 8,1-4) und die Kraftquelle für ein Leben nach dem Maßstab der Liebe Gottes erschlossen hat. Die Verbundenheit mit Jesus versetzt mich in den Freiraum seiner herzlichen und ewigen Liebe, »dass ich die Liebe, von der ich leb, liebend an andere weitergeb«. So werden Christenmenschen glückliche Täter des Wortes Gottes: Römer 13,8; Galater 5,14; 1.Timotheus 1,5.







 

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