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Datum: Montag, 29.09.2003
Bibelstelle: Jakobus 1,26-27; 1. Petrus 1,22; 3,10-12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: In jeder Beziehung echt (Christ) sein



Jakobusbrief

1,26 Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.

1,27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.



1.Petrusbrief

1,22 Habt ihr eure Seelen gereinigt im Gehorsam der Wahrheit zu ungefärbter Bruderliebe, so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen.

3,10 Denn «wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der hüte seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht betrügen.

3,11 Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.

3,12 Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren hören auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber steht wider die, die Böses tun» (Psalm 34,13-17).



Wir können erhebende Gottesdienste feiern und dabei ganz weit weg von Gott sein. Wie leicht kann unsre Frömmigkeitsform zur Fassaden-Frömmigkeit erstarren. Darum erinnert Jakobus an unsre gelebten Beziehungen.



1. Die persönliche Beziehung zu Gott ist die Voraussetzung für jeden echten und glaubwürdigen Gottesdienst. (Vgl. Röm.12,1; Matth.22,37-39.)



2. Die richtige und gute Beziehung zu sich selbst wächst aus der persönlichen Gottesbeziehung. Wenn jemand denkt, er sei mit Gott verbunden und diene ihm, wird sich das besonders an seinem Reden zeigen. Denn nichts hilft oder schadet einer Beziehung so sehr wie die Fähigkeit zu kommunizieren. Wer leichtfertig, vorschnell und unbeherrscht daherredet, schadet zuerst und zutiefst – das mag überraschen – sich selbst. Er »betrügt sein Herz«, schreibt Jakobus. Warum? Weil das unbedachte Reden ein Zeichen dafür ist, dass der Christ in diesen Augenblicken eigentlich gar nicht Gott dient, sondern auf die ungeistlichen Impulse seines Herzens hört. Dieser »Gottesdienst« ist tatsächlich »vergeblich«, unbrauchbar und untauglich. Anders herum gesagt: Wer Gott dient, diene auch mit »seiner Zunge«, – mit der göttlichen Art zu kommunizieren. – Damit kommt die dritte Beziehungsebene in Sicht:



3. Die Beziehung zum Nächsten. Jakobus spricht einen besonders sensiblen Personenkreis an, »die Waisen und Witwen«. Es sind Menschen, die ihre engsten natürlichen Gesprächspartner verloren haben: Kinder die Eltern, Frauen ihren Ehemann. Sie waren damals schutzlos, rechtlos, mittellos – ganz abgesehen von der schweren persönlichen Verwundung, die immer mit dem Tod geliebter Menschen aufbricht. Besucht sie, kümmert euch unaufdringlich, liebevoll, einfühlsam um sie. Lasst sie in ihrer Einsamkeit und Not nicht hängen. Lasst doch die Vaterschaft Gottes euer Vorbild sein. (Vgl. Jer. 31,9; Ps. 68,6; 89,27; Jes. 9,5; Mal. 2,10; 2.Kor. 1,3; Eph. 1,17; 2. Thess. 2,16.17.)





 

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