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Datum: Dienstag, 30.09.2003
Bibelstelle: Jakobus 1,26.27; Römer 6,13; 12,2
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Die Beziehung zur Welt



Jakobusbrief

1,26 Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.

1,27 Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.



Römerbrief

6,13 Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.

12,12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.



Es geht Jakobus darum, dass Christen in all ihren Beziehungen aus der Kraft Gottes leben und sich vom gottlosen Treiben der Welt nicht verführen lassen. Dabei gilt es besonders, auf »sich selbst«, das Personenzentrum, auf sein »Herz« zu achten: »Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens« (Spr.4,23). Wie wichtig für echte Christen, dass sie aus der herzlichen und heiligen Liebe Christi wirken und aus der Hingabe an Jesus einer kaputten und heillosen Welt dienen. Dabei werden sie »sich selbst von der Welt unbefleckt erhalten«, formuliert der Herrenbruder Jakobus und mag dabei an das Jesus-Wort gedacht haben: »Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen« (Matth.5,8). Das meint nicht, dass die Jesusleute auf »Wolke sieben schweben«, sondern dass sie sich nicht vom Bösen »beschmuddeln« lassen und da, wo sie gesündigt haben, konkret um Vergebung bitten: Psalm 51,11-14.



Darüber hinaus wird ein Christ sich an Christus und seinem guten Wort orientieren. Das heißt, er wird sich und sein Leben immer wieder vor Gott prüfen: Wer oder was regiert mein Denken, Fühlen, Wollen, Streben, Handeln? Orientiere ich mich am Trend der Zeit, lasse ich mich beherrschen vom Diktat der Meinungsmacher, vom System der Bedienungsmentalität, vom Kommando der Leistungsgesellschaft und Freizeitkultur? Gewiss leben Christen mit beiden Beinen in dieser Welt, aber sie leben den Christus-Maßstab, denn sie sind nicht »von der Welt«, sie sind »von Gott geboren«. Sie haben Gottes Geist, der jedem deutlich zeigt, wo die Grenzüberschreitung beginnt. Wie kommen 1. Johannes 2,15-17 und 1.Korinther 6,12 in meinem Leben vor?







 

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