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Datum: Mittwoch, 31.03.2004
Bibelstelle: Markus 6,30-32
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der Mensch ist Abbild des lebendigen Gottes IX



Markus-Evangelium

6,30 Und die Apostel kamen bei Jesus zusammen und verkündeten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

6,31 Und er sprach zu ihnen: Geht ihr allein an eine einsame Stätte und ruht ein wenig. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie hatten nicht Zeit genug zum Essen.

6,32 Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich allein.



»Ruhet ein wenig!« Heute ist Mittwoch – nicht Sonntag. Aber wenn Jesus es sagt, warum eigentlich nicht? Er redet doch nicht der Bequemlichkeit oder gar Faulheit das Wort. Vielmehr weiß er am besten, wie leicht und wann wir Gefahr laufen, die »Macher« vom Dienst zu sein. Wir sagen: Der Dienst, die Arbeit ist viel und anstrengend – ich hab jetzt keine Zeit, erst muss dies und das noch erledigt werden, dann . . . Aber wann ist »dann«? Haben wir’s nicht immer wieder versäumt?



Warum also sollen wir mitten im Hochbetrieb des Alltags (V. 31) seine Anweisung, ein wenig zu ruhen, befolgen? Es geht nicht nur um die sicher wichtige Phase der Entspannung. Aber die Lektion des Herrn kommt aus seiner großen Weit-Sicht. Wir sollen es lernen, vom Ziel der Ewigkeit her zu leben und zu wirken. Wir glauben daran, dass »noch eine Ruhe vorhanden ist für das Volk Gottes« (Hebr. 4,1.9). Dann lasst uns auch immer wieder ein Stückchen Ewigkeitsluft einatmen, indem wir eine kleine Weile »ausatmen« und in der Stille aufatmen. Gott hat uns übrigens einen starken Helfer gegeben, weil er weiß, wie schwer wir uns tun, wirklich zur Ruhe zu kommen. Es ist sein Geist, der ein Geist der Ruhe und nicht der Hektik ist. Vom Geist Gottes heißt es neben seiner belebenden und erweckenden Tätigkeit auch: »Auf ihm (Jesus) wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn« (Jes. 11,2; vgl. 2. Kön. 2,15; 1. Petr. 4,14; Offb. 14,13). Vom unsauberen Geist dagegen heißt es: »Er sucht Ruhe und findet sie nicht« (Matth. 12,43; vgl. Offb. 14,11). Wer Jesus vertraut, hat keine Entschuldigung mehr, wenn er uns ein wenig ruhen heißt.







 

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