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nächsten Text: Christen verlassen sich nicht auf irdischen Reichtum III vorherigen Text: Christen verlassen sich nicht auf irdischen Reichtum I Archiv Datum: Samstag, 01.05.2004 Bibelstelle: Jakobus 5,1-6; Lukas 10,7 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Christen verlassen sich nicht auf irdischen Reichtum II Jakobusbrief 5,1 Und nun, ihr Reichen: Weint und heult über das Elend, das über euch kommen wird! 5,2 Euer Reichtum ist verfault, eure Kleider sind von Motten zerfressen. 5,3 Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis geben und wird euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in diesen letzten Tagen! 5,4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth. 5,5 Ihr habt geschlemmt auf Erden und geprasst und eure Herzen gemästet am Schlachttag. 5,6 Ihr habt den Gerechten verurteilt und getötet, und er hat euch nicht widerstanden. Lukas-Evangelium 10,7 In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt; denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von einem Haus zum andern gehen. Jakobus plädiert nicht einfach für mehr soziale Gerechtigkeit. Entscheidend ist, dass jeder Christ vom ewigen Ziel her lebt. Zum Jammern, wenn alle schillernden Schatzsammlungen beim letzten Gerichtstermin vor dem gerechten Richter in Nichts zerplatzen! Darum will ich mich, auch wenn ich vielleicht nicht zu den Superreichen zähle, fragen: Gehe ich zur Ehre Gottes und zum Wohl des Notleidenden verantwortlich um mit meiner Begabung und Stellung und mit meinem Besitz? »Bewegt sich das, was wir für den Bau des Reiches Gottes und für die Not unserer Mitmenschen geben, in ähnlichen Größenordnungen wie das, was wir bei der Bausparkasse bezahlen« (F. Grünzweig)? »Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie ers sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb« (2. Kor. 9,6.7). Nachdem Jakobus die Verletzung der Liebe durch egoistisches Schätze horten angesprochen hat (V. 1-3), wendet er sich in den Versen 4-6 der Verletzung des Rechts zu und zeigt uns einen dreifachen Defekt. Die erste Schadstelle betrifft die Missachtung des Lohntarifs. Der Tagelöhner in Israel lebte damals stets am Rand des Existenzminimums. Jeder Bürger im Volk Gottes musste bei Fälschung oder Missachtung der Barmherzigkeitsgebote (3. Mose 19,13; 5. Mose 24,14.15) mit dem Strafgericht Gottes rechnen (Jer. 22,13; Mal. 3,5). Der betrogene Arbeiter soll sich an die höchste Instanz, an den »Herrn Zebaoth«, wenden und ihn um Hilfe anrufen. Dieser doppelte Schrei, der Schrei des »vorenthaltenen Lohnes« und der Schrei des geschädigten Arbeiters kommt bei Gott an. Sollte der »Herr der Heerscharen« sich nicht auch um die Heere von Ungerechtigkeiten kümmern? Dazu die starke Ermutigung in 2. Mose 2,23-25; 3,7-9.16.17.
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