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10.05. Wo es ehrlich zugeht, bedarf es keiner Eide I

09.05. Gute Vorbilder IV – die Geduld Hiobs

08.05. Gute Vorbilder III – die Geduld Hiobs

07.05. Gute Vorbilder II – die Geduld Hiobs

06.05. Gute Vorbilder I – die Geduld Hiobs

05.05. Christen warten auf das Kommen des HERRN III

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Datum: Freitag, 07.05.2004
Bibelstelle: Jakobus 5,11; Hiob 1,1-2,10
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gute Vorbilder II – die Geduld Hiobs



Jakobusbrief

5,11 Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.



Hiob

1,1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hieß Hiob. Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse.

1,2 Und er zeugte sieben Söhne und drei Töchter,

1,3 und er besaß siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, fünfhundert Joch Rinder und fünfhundert Eselinnen und sehr viel Gesinde, und er war reicher als alle, die im Osten wohnten.

1,4 Und seine Söhne gingen hin und machten ein Festmahl, ein jeder in seinem Hause an seinem Tag, und sie sandten hin und luden ihre drei Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu trinken.

1,5 Und wenn die Tage des Mahles um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte sich früh am Morgen auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob dachte: Meine Söhne könnten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. So tat Hiob allezeit.

1,6 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, kam auch der Satan unter ihnen.

1,7 Der HERR aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen.

1,8 Der HERR sprach zum Satan: Hast du Acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht auf Erden, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse.

1,9 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Meinst du, dass Hiob Gott umsonst fürchtet?

1,10 Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher beschützt. Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Besitz hat sich ausgebreitet im Lande.

1,11 Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen!

1,12 Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan hinaus von dem HERRN.

1,13 An dem Tage aber, da seine Söhne und Töchter aßen und Wein tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,

1,14 kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten und die Eselinnen gingen neben ihnen auf der Weide,

1,15 da fielen die aus Saba ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts, und ich allein bin entronnen, dass ich dir's ansagte.

1,16 Als der noch redete, kam ein anderer und sprach: Feuer Gottes fiel vom Himmel und traf Schafe und Knechte und verzehrte sie, und ich allein bin entronnen, dass ich dir's ansagte.

1,17 Als der noch redete, kam einer und sprach: Die Chaldäer machten drei Abteilungen und fielen über die Kamele her und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwerts, und ich allein bin entronnen, dass ich dir's ansagte.

1,18 Als der noch redete, kam einer und sprach: Deine Söhne und Töchter aßen und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgeborenen,

1,19 und siehe, da kam ein großer Wind von der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses; da fiel es auf die jungen Leute, dass sie starben, und ich allein bin entronnen, dass ich dir's ansagte.

1,20 Da stand Hiob auf und zerriss sein Kleid und schor sein Haupt und fiel auf die Erde und neigte sich tief

1,21 und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! -

1,22 In diesem allen sündigte Hiob nicht und tat nichts Törichtes wider Gott.

2,1 Es begab sich aber eines Tages, da die Gottessöhne kamen und vor den HERRN traten, dass auch der Satan unter ihnen kam und vor den HERRN trat.

2,2 Da sprach der HERR zu dem Satan: Wo kommst du her? Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ich habe die Erde hin und her durchzogen.

2,3 Der HERR sprach zu dem Satan: Hast du Acht auf meinen Knecht Hiob gehabt? Denn es ist seinesgleichen auf Erden nicht, fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und meidet das Böse und hält noch fest an seiner Frömmigkeit; du aber hast mich bewogen, ihn ohne Grund zu verderben.

2,4 Der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut für Haut! Und alles, was ein Mann hat, lässt er für sein Leben.

2,5 Aber strecke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an: was gilt's, er wird dir ins Angesicht absagen!

2,6 Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand, doch schone sein Leben!

2,7 Da ging der Satan hinaus vom Angesicht des HERRN und schlug Hiob mit bösen Geschwüren von der Fußsohle an bis auf seinen Scheitel.

2,8 Und er nahm eine Scherbe und schabte sich und saß in der Asche.

2,9 Und seine Frau sprach zu ihm: Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage Gott ab und stirb!

2,10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die törichten Frauen reden. Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.



Jakobus erinnert uns namentlich an Hiob als Vorbild im durchhaltenden Gottvertrauen. Skizzieren wir mit knappen Strichen zuerst Charakter und Lebensführung dieses Mannes (Hiob 4,3.4 und besonders Kap. 29 und 31): Hiob vertraute Gott und nahm ihn ernst. Sorgfältig achtete Hiob darauf, nichts Unrechtes zu tun. Bei aller Gewissenhaftigkeit erwies er sich auch als ein großzügiger und freigebiger Mann mit einem weiten Herzen für Menschen in Not. Hiob konnte zupacken und seelsorgerlich raten. Traurige hat er getröstet, Einsame ermutigt. Auch öffnete er sein Haus für fremde Menschen (31, 32), besuchte Kranke, kümmerte sich um Behinderte und Rechtlose. Viele, besonders die eigenen Kinder (1,4.5), hat er im Gebet begleitet. Überall war Hiob bekannt als guter Familienvater, treuer Ehemann (31,1.9-12) und gerechter Arbeitgeber (31,13-15).



Das Geheimnis seiner Ausstrahlungskraft lag in seiner persönlichen Beziehung zu Gott. Und Gott freute sich über so viel Vertrauen und Liebe. Darum konnte der Herr von diesem Mann sagen: »So untadelig und treu wie Hiob ist sonst keiner auf der Erde« (1,8). Das Leben derer, die auf Gott hören, gleicht einem Sonnenaufgang (Spr. 4,18). Es ist das Licht, das von Gott kommt. Keine Finsternis kann es verschlingen. Beinahe wäre Hiob in der schwarzen Nacht großer Leiden und Anfeindungen verschwunden. Aller Glanz war dahin: die Kinder tot, Haus und Hof zerstört, todkrank, unverstanden von allen Menschen: »Willst du Gott jetzt immer noch die Treue halten?! Verfluche ihn doch und stirb!«, so der teuflische Rat seiner Frau. Was wird Hiob in dieser Not tun? Fluchen oder beten? – Wie können wir uns in der Bedrängnis bewähren? Mit Psalm 143 haben wir eine wunderbare Gebets- und Lebenshilfe.







 

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