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nächsten Text: Gott will, dass die Regierenden auf IHN hören vorherigen Text: Wo es ehrlich zugeht, bedarf es keiner Eide I Archiv Datum: Dienstag, 11.05.2004 Bibelstelle: Jakobus 5,12; Matthäus 12,36 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Wo es ehrlich zugeht, bedarf es keiner Eide II Jakobusbrief 5,12 Vor allen Dingen aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt. Matthäus-Evangelium 12,36 Ich sage euch aber, dass die Menschen Rechenschaft geben müssen am Tage des Gerichts von jedem nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben. Wie fragwürdig, wenn die Wahrheit unsrer Worte an Schwüren, Ehrenworten und Beteuerungen hängt! Christen hängen an Jesus, dem Herrn der Wahrheit (Joh. 18,37). Darum können sie um ihres Herrn und der Menschen willen schlicht und direkt die Wahrheit sagen. Was aber, wenn andere unseren Worten nicht glauben? Dann gebrauche zur Bekräftigung der Wahrheit auf keinen Fall einen Schwur! Lass alles, was du gesagt hast und der andere behauptet, bei Gott los und warte geduldig, dass der Herr der Wahrheit sich ganz sicher zur Wahrheit bekennt. Jesus selbst verzichtete auf Selbstrechtfertigungen und Rache. Ungerechtigkeiten hat er geduldig ertragen; »denn er wusste, dass Gott ein gerechter Richter ist und seine Sache vertritt« (1. Petr. 2,23; vgl. Röm. 12,19). Wer die Wahrheit sagt, hat Gott auf seiner Seite. Das genügt. Schwüre erübrigen sich. Das griechische Wort »schwören« heißt zugleich auch »beschwören«. Im Griechentum dachte man dabei an die Beschwörung einer Gottheit, etwa zur Hilfe für einen selbst oder zur Strafe gegen einen anderen. Es könnten auch Christen, wenn sie unter schweren Druck kommen, ihren Gott »beschwören«: »So wahr du Gott bist, du musst mir jetzt helfen, sonst ...!« Gewiss, Christen dürfen und sollen intensiv zu Gott beten. Aber es liegen Welten zwischen eindringlichem Beten und gereiztem Fordern. Niemals kann die »fromm« eingewickelte Ungeduld über Gott verfügen und ihn zum Eingreifen zwingen. »Sonst verfallt ihr dem Gericht Gottes«, begründet Jakobus. Gott ist und bleibt der souveräne Herr, der gerechte und barmherzige Herr. »Sollte Gott nicht Recht schaffen seinen Auserwählten, die zu ihm Tag und Nacht rufen? Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?« (Luk. 18,7.8)
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