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Datum: Samstag, 15.05.2004
Bibelstelle: Römer 4,18-22; 1. Mose 15,1-6
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott kann – wenn unsere Möglichkeiten erschöpft sind II



Römerbrief

4,18 Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1.Mose 15,5): »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.«

4,19 Und er wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara.

4,20 Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre

4,21 und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.

4,22 Darum ist es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet worden« (1.Mose 15,6).



1.Mose

15,1 Nach diesen Geschichten begab sich's, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.

15,2 Abram sprach aber: HERR, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen.

15,3 Und Abram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein.

15,4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.

15,5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!

15,6 Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.



Abraham wusste: Gott kann! Trotzdem geriet eines Tages diese Gewissheit ins Wanken, weil Abraham auf das Sichtbare schaute und die menschliche Realität plötzlich mehr Gewicht für ihn bekam als die göttliche Zusage. Darum klagte er vor Gott: »Ich muss doch ohne Kinder dahingehen, und mein Knecht wird mich beerben.« Abraham hatte schon sehr lange gewartet. »Was willst du mir schon geben?«, so kommt es in seiner großen Enttäuschung vorwurfsvoll über seine Lippen.



Glaubensmüde Frauen und Männer Gottes sollten sich immer wieder am Wort Gottes ausrichten und darauf vertrauen, dass der Herr seinen eigenen Terminkalender hat. »Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit« (Pred. 3,11; lies Jes. 55,8; Ps. 31,16). Seine Zeit entspricht nicht unserer Zeit. Gottes Uhren laufen anders als Menschenuhren. Wer in einer bestimmten Sache auf die Stunde Gottes wartet, muss sich in Geduld üben. Es ist möglich, dass der Herr mit der Erfüllung seiner Zusage so lange wartet, bis es völlig ausgeschlossen scheint, dass sich seine Verheißung noch erfüllt. Doch für Gott ist nichts zu wunderbar, und nichts ist ihm unmöglich. So half der Herr seinem verzagten Freund liebevoll zurecht, indem er seine Zusage wiederholte und Abraham aus dem Zelt unter den hohen und weiten, mit Sternen übersäten Nachthimmel holte. »Blicke doch auf zum Himmel und zähle die Sterne, ob du sie zählen kannst?« Schon in der puren Aufforderung liegt die Glaubenshilfe. »Hebet eure Augen in die Höhe und sehet« (Jes. 40,26). Abraham schaute hinauf und wurde still. Begriff er, wie dumm es ist, von Gottes Möglichkeiten gering zu denken? Hatte nicht er die Gestirne geschaffen? Angesichts dieser überwältigenden Herrlichkeit, die aus Gottes Hand hervorgegangen war, brauchte Abraham nicht auf das Unmögliche zu blicken, und wir brauchen es auch nicht. (Lies Ps. 62,1.2.9; 71,1-3.)





 

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