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Datum: Dienstag, 18.05.2004
Bibelstelle: Matthäus 27,57-66; Jesaja 53,4-9
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott kann – Jesus ist der Garant dafür I



Matthäus-Evangelium

27,57 Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu.

27,58 Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

27,59 Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch

27,60 und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

27,61 Es waren aber dort Maria von Magdala und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber.

27,62 Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, kamen die Hohenpriester mit den Pharisäern zu Pilatus

27,63 und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.

27,64 Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste.

27,65 Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt.

27,66 Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.



Jesaja

53,4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.

53,5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

53,6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

53,7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.

53,8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war.

53,9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern , als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.



Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach endet mit dem Rezitativ des Evangelisten: »Sie gingen hin und verwahrten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein.« Dicht gemacht und doppelt verschlossen war das Grab, in dem der tote Jesus lag. »Jesus hat sein Kreuz vollbracht, sein Leichnam kommt zur Ruh«, heißt es im Schlussteil der Matthäuspassion. Das war das Ende. Tod und Grab waren auch bei Jesus die letzte Station im Leben. Und kein Mensch konnte etwas daran ändern, am wenigsten die Menschen, die um ihren geliebten Herrn trauerten. Der Tod ist eine brutale, ungeheure Macht. Die Endgültigkeit, mit der nichts mehr ist, wie es war, löst Hilflosigkeit, Angst und Schmerz aus. Während die weinenden Frauen dem toten Meister die letzte Ehre erwiesen

und den Leichnam einbalsamierten, hatten sich die elf Jünger von Jesus versteckt und eingeschlossen. Sie fürchteten um ihr eigenes Leben. Die Emmausjünger hatten ebenfalls große Mühe, mit diesem schmählichen Ende am Kreuz zurechtzukommen. Sie sagten: »Er war doch ein Prophet, mächtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk, und der Hohepriester und die Oberen haben ihn zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt. Es ist zu Ende!« (Lies Lukas 24,13-21.) Die Oberen und der Hohepriester schienen jedoch »beruhigt«, seit Jesus gestorben und begraben war. Für sie war die Sache mit Jesus endlich zu Ende gebracht. Doch dann griff Gott ein. So hatte es Jesus seinen Leuten tief eingeprägt: »Der Menschensohn muss viel leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten Tag auferstehen« (Luk. 9, 22). Dem Können Gottes sind keine Grenzen gesetzt. (Lies 2.Chron.20,6; Hiob 42,2; Ps.115,3; Matth.19,26; Luk.1,37.)







 

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