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Datum: Freitag, 21.05.2004
Bibelstelle: Lukas 16,16-31; Psalm 90,12
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott kann – wenn der Tod nach uns greift I



Lukas-Evangelium

16,16 Das Gesetz und die Propheten reichen bis zu Johannes. Von da an wird das Evangelium vom Reich Gottes gepredigt, und jedermann drängt sich mit Gewalt hinein.

16,17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein Tüpfelchen vom Gesetz fällt.

16,18 Wer sich scheidet von seiner Frau und heiratet eine andere, der bricht die Ehe; und wer die von ihrem Mann Geschiedene heiratet, der bricht auch die Ehe.

16,19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.

16,20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren

16,21 und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des Reichen Tisch fiel; dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre.

16,22 Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.

16,23 Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.

16,24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.

16,25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt.

16,26 Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber.

16,27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus;

16,28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.

16,29 Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten; die sollen sie hören.

16,30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.

16,31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.



Psalter

90,12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.



Zahlreiche Fragen und Themen, die eine Zeit lang wichtig und viel beachtet sind, werden von anderen Tagesthemen abgelöst. Die Frage nach Sterben und Tod und dem, was danach kommt, bleibt aktuell, denn der Mensch weiß, dass er einmal sterben muss. Besonders nah berührt uns dieses Thema, wenn wir das Sterben eines lieben Menschen miterleben oder wenn wir selber vor den Toren der Ewigkeit stehen. In einer Großstadt hatten junge Menschen die Möglichkeit, Wunschthemen für eine Vortragsreihe anzukreuzen. Unter vielen Vorschlägen war »Sterben, Tod und Jenseits« das Thema, das am häufigsten gewünscht wurde – und das von jungen Leuten, die den größten Teil ihres Lebens noch vor sich hatten! Und doch wussten sie, dass der Mensch in diesem Leben nicht ewig zu Hause ist und auch sie einmal sterben müssen. An dieser Frage wird besonders deutlich, wie tief die Sehnsucht nach bleibenden Werten und einem Ziel, für das es sich zu leben lohnt, im Menschenherzen verwurzelt ist. Auf unsere Eingangsfrage »Was willst du werden?« müsste die Antwort lauten: »Ich will selig werden.« Wie erreichen wir dieses Ziel? Ewige Ziele werden allein auf dem Weg des Glaubens erreicht. Der aus der Ewigkeit in die Zeit zu uns kam, hat auch die Spur in den Himmel Gottes gelegt. Bis heute steht seine Einladung: »Komm, folge mir nach!« Menschen, die im Glauben an Jesus Christus leben, dürfen wissen: Weil Jesus lebt, werde ich auch in Ewigkeit leben. Jesus Christus spricht: »Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben durchgedrungen« (Joh. 5,24; lies Joh. 10,27.28; Röm. 6,22.23; 1. Joh. 2,25).







 

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