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Aidlinger Bibellese

Datum: Dienstag, 25.05.2004
Bibelstelle: Hiob 42,2; Psalm 16,8-11, Hebräer 2,13-18
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Gott kann – ER bleibt der Handelnde in Ewigkeit



Hiob

42,2 Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.



Psalter

16,8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.

16,9 Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen.

16,10 Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Grube sehe.

16,11 Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.



Hebräer-Brief

2,13 Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe, hier bin ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat.«

2,14 Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel,

2,15 und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.

2,16 Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern der Kinder Abrahams nimmt er sich an.

2,17 Daher musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes.

2,18 Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.



Gott kann – und es ist gut, ihm zu vertrauen. Erinnern wir uns noch einmal an Abraham. Er glaubte seinem Gott, als es völlig aussichtslos war, dass sein Wort sich erfüllte. Er glaubte und gehorchte in der schwersten Stunde der Prüfung, als es schien, dass sich Gott widerspreche. In aller Hoffnungslosigkeit setzte Abraham sein Vertrauen auf den Gott der Hoffnung. So wurde er zum Vater der Glaubenden. (Lies Rö. 4,16-18.) Gott kann – und es ist gut, ihm zu glauben. Das wurde besonders deutlich an der Auferweckung unseres Herrn Jesus Christus. Mit Hebräer 2,13-18 können wir zuversichtlich leben und getröstet sterben, wenn die Stunde des Abschieds da ist. Auch die Zukunft gehört Gott. Er wird der Handelnde bleiben in Ewigkeit. Wir brauchen uns nicht vor anderen Mächten zu fürchten, weil wir den allmächtigen Gott zum Vater haben.



Ein Theologiestudent hatte als Prüfungsarbeit das Thema zu bearbeiten: »Der Gedanke der Allmacht Gottes und die Wirklichkeit des Teufels.« Vier Stunden standen ihm zur Verfügung. Der junge Mann war ein gläubiger Christ, und über dem Schreiben wurde ihm das Herz warm. Er schrieb von der Allmacht Gottes, von seiner Größe, von seiner Liebe, von seiner Barmherzigkeit, ohne rechtzeitig ans Ende zu kommen. Die Zeit war um, und er hatte noch kein Wort über den Teufel geschrieben. So schloss er seine Klausur einfach mit den Worten: »Keine Zeit für den Teufel.« Was die Professoren dazu sagten, wissen wir nicht, uns aber hat dieser Schluss viel zu sagen. Wer ganz von Gott erfüllt ist, wer ihm ohne Vorbehalt nachfolgt und dient, der hat für das Böse keine Zeit. Dadurch verliert es immer mehr an Einfluss. Glaubende rechnen mit der Allmacht ihres Gottes: Gott kann! (Lies 1. Chron. 29,12; Ps. 62,12.)







 

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