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nächsten Text: Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott V vorherigen Text: Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott III Archiv Datum: Dienstag, 31.08.2004 Bibelstelle: Psalm 42,12; 43,1.2 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott IV Psalm 42,12 "Was betrübst du dich, meine Seele," "Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken," "dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist." Psalm 43,1 Gott, schaffe mir Recht / und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten! 43,2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget? Der Kehrreim in Psalm 42,6.12 und 43,5 lässt den Schluss zu, dass es sich ursprünglich um einen einzigen Psalm gehandelt hat: Sie gehören inhaltlich zusammen, auch wenn in Psalm 43 der Beter einen neuen Ton anschlägt: »Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meine Sache wider das unheilige Volk.« Ein kühnes Gebet. Darf man denn so vor dem heiligen Gott auftreten? Der Psalmist tut es mit allem Freimut. Auch David wagte es, so zu beten: »Gott, durch deinen Namen rette mich, schaffe mir Recht durch deine Macht« (Ps. 54,3). Seiner Erfahrung nach erhielt er auf solche Gebete auch eine Antwort: »Du hast ausgeführt mein Recht und meine Rechtssache« (Ps. 9,5). Natürlich kann es nicht um Rechthaberei gehen, sondern um konkretes offensichtliches Unrecht. »Den Wunsch der Sanftmütigen hast du gehört, Herr, ... lässt aufmerken dein Ohr, um Recht zu schaffen der Waise und dem Unterdrückten« (Ps. 10,17.18). Auch David pochte nicht eigensinnig auf sein Recht, wenn er bat: »Hilf mir zum Recht, Herr! Denn in meiner Lauterkeit bin ich gewandelt« (Ps. 26,1; vgl. Luk. 18,1-8). Er nahm die Durchsetzung seines Rechtes nicht selbst in die Hand, sondern übergab das Problem seinem Herrn, der allein gerecht ist und sich für den Hilflosen einsetzt. Wir dürfen also so kühn beten, wenn wir uns ins Unrecht gesetzt sehen. Wir müssen uns nicht vor anderen, die eine Schuld bei uns sehen, selbst erklären, nicht mit Selbstrechtfertigungen abplagen, um uns zu verteidigen. Das ist Ausdruck tiefen Glaubens, wenn wir uns in einer solchen Situation Gott voll und ganz anvertrauen. Es bringt uns den Frieden zurück, den wir durch vergebliche innere und äußere Kämpfe verloren haben. (Lies 1. Petr. 5,6-11)
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