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04.09. Wenn Gott uns scheinbar fremd wird

03.09. Es ist Gottes Kraft, die uns kräftig macht

02.09. Was die Väter den Söhnen erzählt haben

01.09. Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott V

31.08. Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott IV

30.08. Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott III

29.08. Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott II
 
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Datum: Mittwoch, 01.09.2004
Bibelstelle: Psalm 43,1-5
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott V



Psalm

43,1 Gott, schaffe mir Recht / und führe meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

43,2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dränget?

43,3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,

43,4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

43,5 "Was betrübst du dich, meine Seele," "Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken," "dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist."



Der einsame Beter im Gebiet des Hermon kämpft noch immer. Er hat seine Lage noch nicht im Griff. Er mag auf schnelle Hilfe gehofft haben. Das ist uns der liebste, aber für unser geistliches Wachstum nicht immer der beste Weg. Das Warten gibt uns die Zeit, die zu unserer inneren Veränderung nötig ist. – »Gott, schaffe mir Recht . . . denn du bist der Gott meiner Zuflucht« (so der Urtext). Es ist dem Beter in früheren Zeiten, als er noch inmitten vieler Gleichgesinnter an den Gottesdiensten in Jerusalem teilnahm, vielleicht nicht so bewusst gewesen, wie schutzbedürftig er eigentlich ist. In der Fremde erkennt er, dass er nur unter dem Schutz des Allmächtigen vor Feinden sicher ist. Trotz dieser Erkenntnis übermannt ihn wieder das Gefühl der Verlassenheit: »Warum hast du mich verstoßen?« Das gegenwärtige Übel ist wieder übermächtig geworden. Er ist versucht, den unguten und belastenden Umständen mehr Beachtung zu schenken, als ihnen zusteht. Die Lästerungen der Spötter wollen seinen Sinn und Verstand wieder gefangen nehmen. Hat Gott ihn nun doch verlassen? Gerade in diesem kritischen Augenblick entringt sich seinem Herzen das wichtigste Gebet dieser Stunde: »Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten . . . zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist.« Jetzt hat der Beter konkret vor Gott ausgesprochen, dass er ihn sucht und zu ihm gelangen möchte. Das ist Sinn und Ziel seines Lebens. In seinem Gott ist er zu Hause, für ewige Zeiten sicher und geborgen. Jetzt kann ihn keine irdische Heimatlosigkeit, kein Hohn und Spott mehr irremachen. Er ist sich seines Weges wieder gewiss und kann noch eindringlicher zu sich sagen: »Was betrübst du dich, meine Seele? Harre auf Gott. Denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.« (Lies Ps.31,25; 27,14; 62, 2-9.)





 

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