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Datum: Sonntag, 05.09.2004
Bibelstelle: Psalm 44,18-23; Römer 8,31-39
Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Der Beweis der Treue



Psalm

44,18 Dies alles ist über uns gekommen; und wir haben doch dich nicht vergessen, an deinem Bund nicht untreu gehandelt.

44,19 Unser Herz ist nicht abgefallen noch unser Schritt gewichen von deinem Weg,

44,20 dass du uns so zerschlägst am Ort der Schakale und bedeckst uns mit Finsternis.

44,21 Wenn wir den Namen unsres Gottes vergessen hätten und unsre Hände aufgehoben zum fremden Gott:

44,22 würde das Gott nicht erforschen? Er kennt ja unsres Herzens Grund.

44,23 Doch um deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe.



Römerbrief

8,31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?

8,32 Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

8,33 Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht.

8,34 Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

8,35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

8,36 Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.«

8,37 Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat.

8,38 Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,

8,39 weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.



Das Leiden, das in diesem Psalm beschrieben wird, ist hier nicht als eine Gottesstrafe zu verstehen. Das Volk leidet, weil es Gottes Volk ist. Es leidet, weil der Widersacher Gottes alles Erdenkliche tut, um die Glaubenden zum Abfall von Gott zu verführen. Leiden ist somit ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Gott und zugleich auch eine Erprobung des Glaubens. Leiden ist eine feste Größe im Glaubensleben. In Leidenszeiten wird offenbar, wie treu wir tatsächlich sind. Dabei erweist sich die Glaubenstreue nicht bloß im Festhalten an Bekenntnissen, sondern darin, dass wir unsere Zuflucht bei Gott suchen. (Lies Spr. 18,10; Ps. 9,11; 62,2.3; 118,8.9)



Treue ist Herzenssache. »Unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Schritt gewichen von deinem Weg«, bezeugt der Psalmbeter. Aller Schmerz, alle Finsternis und alle Anfechtungen brachten es nicht fertig, die Glaubenden zu verführen, einen eigenen Ausweg zu suchen und sich an andere Mächte zu hängen, um dem Leidensdruck zu entgehen. Der Name Gottes blieb in ihnen lebendig und hielt sie aufrecht (Ps. 63,9). Kann man sich aber so sicher sein, dass man nicht doch eine falsche Erleichterung sucht und nur den Schein einer Treue wahrt? Nein – sagt der Psalmbeter. Wir können Gott nichts vormachen. Er kennt die Verborgenheiten des Herzens (vgl. Apg. 5,1 ff; lies Ps. 94,11; 139,2.23.24; Jer.17,9.10). Gott weiß, wie es wirklich um uns steht, ob wir tatsächlich bereit sind, ihm ganz und gar zu vertrauen. Er erkennt unser aufrichtiges Wollen, für ihn da zu sein, auch wenn wir uns ganz schwach fühlen und meinen, dass wir nichts zu Wege bringen können. Er sieht auch die heimlichen Klagen, die verborgenen Leiden, über die wir mit niemandem sprechen. Es ist gut, dass er die Geheimnisse meines Herzens kennt und damit umzugehen weiß.







 

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