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nächsten Text: Nicht mehr wie Heiden leben vorherigen Text: Der Beweis der Treue Archiv Datum: Montag, 06.09.2004 Bibelstelle: Psalm 44,23-27 Autor: Aidlinger Bibellese (info@diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Aus tiefer Not schrei ich zu Dir Psalm 44,23 Doch um deinetwillen werden wir täglich getötet und sind geachtet wie Schlachtschafe. 44,24 Wache auf, Herr! Warum schläfst du? Werde wach und verstoß uns nicht für immer! 44,25 Warum verbirgst du dein Antlitz, vergissest unser Elend und unsre Drangsal? 44,26 Denn unsre Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib liegt am Boden. 44,27 Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen! Geachtet wie Schafe zum Schlachten welch ein Weg für einen Glaubenden! Die Nachkommen Korachs kannten noch nicht den Siegesruf des Paulus: »Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat«, durch Jesus, den Sohn Gottes, der mit seinem Sterben und Auferstehen Tod und Teufel überwunden hat. (Lies Röm. 8,36.37; 1. Joh.5,4.5.) Für den Psalmbeter ist das Leid eine nicht mehr zu ertragende Last. Warum greift Gott nicht ein?! Er muss doch jetzt etwas unternehmen. Soll das Volk Gottes denn ganz und gar zu Grunde gehen? Natürlich nicht. Es wird überleben. Es wird die Herrlichkeit Gottes sehen. Aber es geht durch Leiden zur Herrlichkeit, und das Leiden wird nicht in eigener Kraft durchgestanden. Der Glaubende muss erfahren, dass er ganz auf Gott geworfen ist. Der Hilfeschrei des Beters ist gewaltig. Darf man wirklich so beten? »Wache auf, Herr! Warum schläfst du? . . . Mache dich auf, hilf uns . . . « Kann ein Gebet dringlicher sein als dieses? (Lies Ps. 35,22.23.) »Denn unsere Seele ist gebeugt zum Staube, unser Leib liegt am Boden.« Das ist das Ende jeder Selbsthilfe. Wer an diesem Punkt angelangt ist, kann nur noch durch eine Macht gerettet werden, die stärker ist als alle Gewalt des Feindes. Mit dem Notschrei: »Mache dich auf, hilf uns, erlöse uns um deiner Güte willen«, gibt der Beter seine ganze Hilflosigkeit zu. Er kommt selber nicht mehr zurecht. Er kann für sich selbst nichts mehr tun. Gleichzeitig bekundet er aber, dass nur Einer helfen kann und dass er auch nur Einem wirklich vertraut. Und er gibt dem Höchsten zu verstehen, dass er dessen Eingreifen von ganzem Herzen will. Das ist auch der Ausdruck einer tiefen Liebe des Beters zu Gott. (Lies 5. Mose 6,4.5; Ps. 77,7-16.)
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